Affing    

Einstimmig uneinig

Affing - Bei Linksabbiegern aus dem Gewerbegebiet in Mühlhausen ist die Kreuzung an der Staatsstraße berüchtigt. Seit Jahren wird in Affing diskutiert, wie der Knoten dort gelöst werden könnte. Trotz zahlreicher Gutachten und vieler Einschätzungen von Planern kann sich das Kommunalparlament aber nicht einigen.


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Das Foto von der Kreuzung in Mühlhausen beim Gewerbegebiet ist bereits zwei Jahre alt. Seither hat sich dort in Sachen Ampel nichts getan. Auch in der Sitzung am Dienstag einigte sich der Gemeinderat darauf, ein weiteres Gutachten einzuholen. Über den Nutzen der Ampel herrscht weiter große Uneinigkeit. Archiv-Foto: Tanja Marsal


Während die einen Rückstauungen fürchten, wenn eine Ampel das Durchkommen erschwert, geht es den anderen um die Sicherheit. Die sei dort nicht gewährleistet. Die dritte Gruppe hält die Ampel für den falschen Weg und favorisiert stattdessen einen Kreisverkehr.
Dass ein einspuriger Kreisel dort nicht funktioniere und ein zweispuriger keinen Platz habe, hat laut Josef Tränkl ein Gutachten bereits 2014 ergeben. Er schlug dennoch eine Aktualisierung vor, auch mit Blick auf die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets. "Wenn sich die Mehrheit mit Gutachten leichter tut, ja, dann machen wir es halt", meinte Bürgermeister Markus Winklhofer, der die erneute Kreisel-Diskussion eigentlich hatte vermeiden wollen. Einstimmig - trotz aller Uneinigkeiten in Bezug auf die Kreuzung - sprach sich der Rat für das Gutachten aus. Das soll auch die Vorschläge des Bund Naturschutz zur Verkehrsberuhigung einbeziehen (wir berichteten).
Außerdem sollen die von den Planern in den Raum gestellten Kosten von rund 570 000 Euro für den Umbau des Kreuzungsbereichs, die Verlegung der Bushaltebuchten und den Bau der Ampel genau aufgedröselt werden, damit nach Abzug möglicher Zuschüsse ersichtlich ist, was die Gemeinde zahlen muss.
Wie ein Planer des Büros Schlothauer und Wauer am Dienstag erläuterte, sei an der Kreuzung eine Regelung auf alle Fälle nötig. Weil es sich hier weder um gleichrangige noch gleich stark befahrene Straßen handele, sei ein Kreisverkehr nicht zu empfehlen. Vielmehr gehe es um die Sicherheit. Man müsse auch den Verkehrsteilnehmern aus den Nebenstraßen die Chance geben, über die Straße zu kommen. Über eine intelligente Steuerung sei es möglich, den Verkehr gut abzuwickeln. Nach dem vorgestellten Konzept soll die Hauptrichtung immer Grün haben. Wenn Bedarf bei den Nebenstraßen besteht, erkennen das Detektoren, die die Ampel dann schalten. vga Über eine halbe Million für Ampel und Kreuzungsumbau


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Veröffentlicht am 03.06.2020 15:29 Uhr



 
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