Affing    

Weberanger fast am Ziel

Affing - Platz für fast 60 Gebäude soll der Bebauungsplan "Am Weberanger" in Mühlhausen schaffen. Das Verfahren ist seit Dienstag so gut wie auf der Zielgeraden. Noch einmal beschäftigte sich der Affinger Gemeinderat mit den eingegangenen Stellungnahmen und hätte eigentlich auch die Satzung beschließen können - doch noch fehlt ein Ausgleichsgrundstück.


Das ist zwar mit der Unteren Naturschutzbehörde bereits vorbesprochen, doch die Verhandlungen mit dem Eigentümer laufen noch. Mehr wollte und konnte Bürgermeister Markus Winklhofer in der öffentlichen Sitzung dazu nicht sagen. Josef Schmid hakte dennoch nach und wollte aufs Gaspedal drücken: "Wir sollten das Projekt nicht zu weit verzögern; mit dem Brückenbau und der Erschließung... das wird ja Ende 2020, bis wir fertig sind," mutmaßte er. Planerin Marlene Theiner versuchte zu beruhigen und meinte, dass alle Planungen weiterliefen - auch ohne Satzungsbeschluss. Der könne erfolgen, sobald die Grundstücksfrage geklärt sei.
Die meisten Stellungnahmen waren Hinweise und hatten meist nur klarstellenden Charakter.
Platz für
Etwas aus der Reihe fiel das Schreiben des Bund Naturschutzes. Schmid bezeichnete es als "brutal". Unter anderem hieß es dort: "Während die Jugend der Republik Freitag für Freitag auf die Straße geht, um gegen das verantwortungslose Nichtstun unserer Generation zu demonstrieren, fällt der Gemeinde Affing nichts ein, womit sie den CO2-Ausstoß der Bebauung am Weberanger vermindern oder stoppen kann."
Ein Hinweis, dass Eigentümer bei einem Neubau seit 2009 verpflichtet seien, regenerative Energien zu nutzen, klinge laut dem Schreiben des BN wie "ein lächerlicher Versuch, dem Gemeinderat ein künftiges Reserve-Alibi zu verschaffen. Nach dem Motto: Aber da haben wir es doch reingeschrieben". Das Thema Energieversorgung wurde ebenso angeprangert wie die Hochwasserproblematik. Mit beidem hat sich der Gemeinderat aber im Vorfeld befasst. Eine Änderung des Bebauungsplans erfolgte nicht.
Der Abwägungsbeschluss fiel einstimmig. Wenn die Grundstücksverhandlungen zur Ausgleichsfläche abgeschlossen sind, kann der Bebauungsplan als Satzung ausgefertigt werden.

Von Verena Heißerer


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Veröffentlicht am 17.04.2019 23:00 Uhr




 

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