Affing    

Schneewittchen muss weg: Theater an der Realschule

Affing - Eine handysüchtige Zicke, die sich vegan ernährt und am liebsten mit ihrer Freundin Aschenbrödel chattet, das ist das Schneewittchen von heute. Zumindest stellt sich die Theatergruppe der Affinger Realschule die Märchenfigur so vor.


Mit ihrer eigenen Version des Klassikers sorgten die Schüler für viele Lacher. Am Donnerstagabend führten sie ihr Theaterstück "Hinter den sieben Bergen" in der gut gefüllten Schulturnhalle auf. Am Freitagvormittag bekamen die Fünftklässler noch eine Vorstellung, dann war das Abenteuer aus dem Land hinter den Bergen schon wieder vorbei.
"Ich gehe nirgends ohne mein Smartphone hin", sagte Schneewittchen zu den sieben Zwergen in einem schnippischen Ton. Die schöne junge Frau ist vor ihrer bösen Stiefmutter und ihrem Vater, ein reicher Immobilienhai, geflohen und sucht im Zwergenhaus Unterschlupf. Anfangs sind die kleinen Männchen von der neuen Mitbewohnerin noch angetan. Aber das ändert sich schnell, denn mit seinen Launen und Macken macht es der Gast den Zwergen nicht leicht. "Schneewittchen muss weg!", da sind sie sich schnell einig.
Gekonnt wurden in dem Stück verschiedene Märchenfiguren miteinander verknüpft und in die heutige Zeit versetzt. Statt Frau Holle kommt Madame Holle mit einem starken französischen Akzent auf die Bühne. Die Zwerge schlagen der Madame vor, dass Schneewittchen doch ihre Helferin werden könnte. Aber weder Madame Holle noch ein ebenfalls auftauchender Drache wollen Schneewittchen um sich haben. Erst das Forscherteam Rumpel und Stilzchen hat eine Idee: Auf einer Dating-Platform wird nach einem Prinzen für sie gesucht, der sich "mit Schneewittchen herumschlagen" solle.
In die Rolle des Schneewittchens schlüpfte Itziar De Miguel. Die sieben Zwerge wurden von Rana Mestanlar, Nisha Wiedemann, Annika Bestele, Pius Christoph, Finja Schwalm, Sebastian Arzberger und Selma Buffinton gespielt. Die Rolle des Forscherteams Rumpel und Stilzchen übernahmen Elias Lechner und Nina Brosch. In einer Doppelbesetzung brillierte Lea Montag: Die Schülerin spielte das Aschenbrödel und den Drachen. Die zwei Prinzen mimten Finja Schwalm und Annika Bestele, beide waren auch als Zwerge auf der Bühne zu sehen. Die Erzählerinnen Carina Müller und Rana Mestanlar eröffneten das Schauspiel. Die siebenköpfige Schulband bestand aus Everett Lufcy, Felix Bergmeier, Isabella Bleiß, Ben Seiderer, Philipp Waldmann, Philipp Obeser und Johanna Brand. Unterstützt wurde die Band von der ehemaligen Schülerin Anna Hartl.
Für die Kostüme und die Kulisse sorgten die Sechstklässler Louisa Bertel, Natalie Drexl, Andreas Fehrer, Ronja Higl, Christoph Jakob, Franziska Lechner, Laura Müller und Sara Wernetshammer. Für Ton und Technik waren die Schüler Niklas Bosch, Sebastian Brunner, Alex Abt, Nico Hochmuth, Simon Moser, Philip Reinhardt, Fabian Onasch, Michael Rimbach, Dominik Albrecht und Peter Weikert zuständig.
Betreut wurden die Schüler von den drei Lehrerinnen Manuela Hoch (Regie), Franziska Wolf (musikalische Leitung) und Maria Fest (Kostüm und Kulisse). Ein Prinz von der Dating-Plattform

Von Andreas Dengler
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Veröffentlicht am 05.08.2019 23:00 Uhr




 

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