Affing    

Mindestens ein Fax

Affing - Vor allem mit zeitlichen Problemen befasste sich der Affinger Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag. Nicht nur in Bezug auf die Umgehungsstraße (siehe oben), auch bei der Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister und Gemeinderat ging es um Fristen und nötigen Vorlauf: Viel war die Rede davon, wer wann worüber informiert wurde. Bürgermeister Markus Winklhofer pochte am Ende auf die Geschäftsordnung: Anträge müssen zehn Tage vor der Sitzung schriftlich eingehen - sonst kommen sie nicht auf die Tagesordnung.


Wobei schriftlich wörtlich zu nehmen ist, bloße E-Mails reichen laut Winklhofer nicht aus. Gerhard Faltermeier hakte im Laufe der Sitzung nach: "Du willst mindestens ein Fax?" Der Bürgermeister nickte und konkretisierte, dass er zehn Tage vor der Sitzung auch Unterschriften sehen wolle, und bat darum, dass sich der Gemeinderat an die Geschäftsordnung halten möge.
Die Diskussion um Anträge, die nicht auf der Tagesordnung landeten, begann schon bei der Genehmigung derselben. Georg Engelhard monierte, dass er sich wegen dringend nötiger Reparaturen an der Alten Schule in Gebenhofen an den Bürgermeister gewandt hatte und wunderte sich, dass das Thema nicht behandelt werden sollte: "Warum werden unsere Mails nicht beantwortet?", wollte Engelhard wissen. Daraufhin klärte Winklhofer auf, dass Mails von ihm nicht mehr als Anträge behandelt würden.
Erneut flammte das Zeitthema auf, als es um die Stellungnahmen von Bürgermeister und Verwaltung zum Rechnungsprüfungsbericht ging. Der Ausschuss hatte seinen Bericht bereits im Februar vorgestellt, Bürgermeister und Verwaltung äußerten sich damals nicht dazu (wir berichteten). Der Bericht sei kurzfristig auf die Tagesordnung genommen worden, aus Zeitgründen habe er keine Stellungnahme vorbereiten können, sagte Winklhofer damals.

Von Verena Heißerer


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Veröffentlicht am 27.03.2019 23:00 Uhr




 

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