Es war am Montagnachmittag gegen halb drei, als laut Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord ein 61-Jähriger auf dem abseits gelegenen Bauernhof am Rosenberg eintraf, um dort nach seinem allein lebenden Vater zu sehen. Zuvor war er über einen Seniorennotruf darüber informiert worden, dass etwas nicht in Ordnung sei. Vor Ort sah er Rauch aus einem der Fenster des Hauses kommen und verständigte daraufhin die Rettungskräfte.In der Alarmierung, berichtet Einsatzleiter Gebauer, habe es geheißen, ein Mann stehe am Fenster, allerdings bereits selbst brennend. Natürlich habe man sich extrem beeilt, zum Einsatzort zu gelangen, und habe dann gleich so viele Atemschutztrupps wie möglich ins Gebäude geschickt. Schließlich wusste man ja, dass sich noch eine Person im Haus befindet. Allerdings schlugen die Flammen zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Fenster. „Das ganze Haus stand innen in Vollbrand”, sagt Gebauer. Die Rauchsäule sei bereits weit sichtbar gewesen. Das Feuer zwang die herbeigeeilten Brandschützer außerdem dazu, ihre Einsatzfahrzeuge auf dem Weg zum Hof abzustellen und nicht auf dem Anwesen selbst, da jene sonst ebenfalls beschädigt worden wären. Mit längeren Schläuchen wurde die Entfernung beim Löschen überbrückt. „Die Suche nach der Person war schwierig, weil innen alles verraucht war”, führte der Einsatzleiter weiter aus. Drei Atemschutztrupps, also insgesamt sechs Feuerwehrleute, seien im Gebäude unterwegs gewesen. Den Vermissten habe man im kleinen Haus dann trotzdem relativ schnell gefunden, allerdings habe man ihm nicht mehr helfen können. „Das ist nicht schön für alle Beteiligten und psychisch belastend”, weiß der Kreisbrandmeister. Deswegen habe man auch prophylaktisch das Kriseninterventionsteam dazu geholt, das mit den beteiligten Einsatzkräften, gerade den Atemschutzgeräteträgern, vor Ort gesprochen habe.Die Kriminalpolizei Ingolstadt übernahm noch am Nachmittag die Ermittlungen auf dem Einödhof. Der Grund für das Feuer sei bislang noch unklar, vorerst könne überhaupt keine Brandursache ausgeschlossen werden, teilte Pressestellenleiter Karl Höpfl mit. Auch die Obduktion müsse man noch abwarten, um hinsichtlich der Todesursache des Seniors Klarheit zu erlangen.