Der Jahresrückblick 2023 der Aichacher Zeitung

"So gut aufgestellt, wie es nur geht"

<b>Das Biomasse-Heizkraftwerk</b> in Aichach hat im Jahr 2021 gut gewirtschaftet. (Archivfoto: Mathilde Mahrenholz)
Das Biomasse-Heizkraftwerk in Aichach hat im Jahr 2021 gut gewirtschaftet. (Archivfoto: Mathilde Mahrenholz)
Das Biomasse-Heizkraftwerk in Aichach hat im Jahr 2021 gut gewirtschaftet. (Archivfoto: Mathilde Mahrenholz)
Das Biomasse-Heizkraftwerk in Aichach hat im Jahr 2021 gut gewirtschaftet. (Archivfoto: Mathilde Mahrenholz)
Das Biomasse-Heizkraftwerk in Aichach hat im Jahr 2021 gut gewirtschaftet. (Archivfoto: Mathilde Mahrenholz)

Die Biomasse Wärmeverbund Aichach GmbH (BWA) hat im Jahr 2021 einen Überschuss in Höhe von fast 476000 Euro erwirtschaftet. Insgesamt hat sich damit der Gewinnvortrag des Unternehmens auf 1,2 Millionen Euro summiert. Geld, dass die BWA gut brauchen kann, wie Geschäftsführer Richard Brandner dem Umweltausschuss des Kreistags und am selben Tag am Abend auch dem Finanz- und Verwaltungsausschuss des Aichacher Stadtrats mitteilte.

Denn wegen neuer Umweltauflagen müssen im Jahr 2024 Umrüstungen an der Anlage in Aichach-Nord vorgenommen werden, die mit mehreren hunderttausend Euro zu Buche schlagen werden. Dafür wird man auf die Ersparnisse zurückgreifen.

Der Biomasse Wärmeverbund Aichach (BWA) verwertet jährlich 15 000 Tonnen Waldhackschnitzel aus der Umgebung, um diese in Strom und Wärme für rund 1000 Haushalte umzuwandeln. Dadurch werden jährlich zwei Millionen Liter Heizöl eingespart. Es wird 95 Prozent Biomasse verwendet. Ab 0 Grad Außentemperatur muss aber mit fossilen Brennstoff zugefeuert werden. Grundsätzlich könne sich auch die BWA nicht von der Preisentwicklung auf dem Energiesektor abkoppeln.

Nicht nur wegen der fünf Prozent fossiler Brennstoffe, sondern auch weil die Preise für Hackschnitzel rasant nach oben gehen. Brandner rechnet mit einer Verdoppelung oder sogar Verdreifachung. Es sei auch deswegen mit einem Preisanstieg zu rechnen, weil eine Verknappung droht. "Überall entstehen neue Wärmenetze, die Hackschnitzel dafür müssen irgendwo herkommen", erklärte er. Im Jahr 2022 habe es auch viele Anfragen für Neuanschlüsse gegeben.

Versorgungsengpässe sieht Brandner derzeit aber nicht. Nun bewähre sich, dass die BWA mit neun Zulieferern breit aufgestellt ist. Landrat Dr. Klaus Metzger lobte, dass der Geschäftsführer das Unternehmen mit Weitblick führe und es so gut aufgestellt hat, "wie man es nur aufstellen kann".

Die Stadt Aichach und der Landkreis Aichach-Friedberg sind die Gesellschafter der BWA. Gemäß ihrer Stammeinlage erhalten sie eine Gewinnausschüttung. Allerdings ist in der Unternehmenssatzung festgelegt, dass die Ausschüttung 7,5 Prozent der Einzahlungen der Gesellschafter nicht überschreiten darf. Das bedeutet, dass die Stadt 12150 Euro und der Landkreis 7125 Euro für 2021 erhält.

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