Endverbrauchermessen haben es nicht mehr so einfach. Die Veranstalter spüren das veränderte Verhalten der Konsumenten und stehen im Wettbewerb zum Online-Handel. Und trotzdem will die Messe Augsburg nun mit einer Endverbrauchermesse nach eigenem Format die Menschen anlocken. Messechef Lorenz Rau setzt dabei auf das Erlebnis, das online nicht möglich sei - und er setzt auf ein „Bündnis der Stärke”. Mit seinen Partnern veranstaltet er von 7. bis 9. März 2025 auf dem gesamten Messegelände die neue „A\Fair”.
Eine „Erlebnismesse” solle die „A\Fair” werden, so Rau. Das gesamte Messegelände solle sich in eine „bunte Erlebniswelt” verwandeln. Zum neuen Messekonzept gehören zum einen drei verschiedene Themenwelten: „Freizeit & Tourismus”, „Heim & Genuss” und „Region & Heimat”. Jeder Themenbereich werde in einer eigenen Messehalle untergebracht sein, „um den Verbraucherinnen und Verbrauchern jeweils einen konzentrierten Marktüberblick zu bieten”, so die Begründung. Mit klaren Schwerpunkten soll es für die Besucher einfacher sein zu erkennen, was sie erwarten dürfen. Diese Erwartungshaltung will Rau dann aber auch erfüllen.
Um dieses Vorhaben verwirklichen zu können, setzt die Messe Augsburg auf Partner, die bereits erfolgreich sind am Messestandort Augsburg: die Pro Air Medienagentur und die MPA Public Relations & Event Agentur.
Pro Air hat zuletzt gemeinsam mit der AFAG Messen und Ausstellungen ein Messetrio veranstaltet. Zur Augsburger Frühjahrsausstellung Afa der AFAG steuerte Pro Air die Immobilientage und die Elektromobilitätsmesse Volt bei. Im kommenden Frühjahr werden diese beiden Messen Teil der „A\Fair” sein. „Für uns ist es wichtig, dass wir den Besuchern ein attraktives Messe-Angebot bieten und unseren Ausstellern und Sponsoren die bestmöglichen Rahmenbedingungen präsentieren können”, sagt Fabian Lohr, Geschäftsführer der Pro Air Medienagentur. „Messen sind der Pulsschlag einer Stadt wie Augsburg”, ist er überzeugt.
Der zweite Partner ist eigentlich noch ein Neuling in Augsburg. Die MPA gab ihre Premiere in der Fuggerstadt mit der Spielemesse „Spielwiesn” im vergangenen Jahr. Zuvor fand diese in München statt. Geschäftsführerin Petra Griebel ist noch immer begeistert vom Erfolg: „Die Leute sind bis auf die Straße raus Schlange gestanden.” Folgerichtig verlagerte die MPA auch eine zweite Messe nach Augsburg, die Creativmesse, die im März mehr als 10 000 Do-it-yourself-Begeisterte aufs Messegelände brachte. Auch die Creativmesse gehört 2025 zur „A\Fair”. „Der Messemix überzeugt uns total. Wir sind das kreative Mitmacherlebnis der neuen A\Fair - nicht nur für Familien, Hobby-Designerinnen, Bastler, Handarbeiterinnen, Fashionfans, Trendsetter und Newbies der DIY-Szene. Sondern allen, die ihr Zuhause einfach lieben”, ist Griebel vom Erfolg des neuen Konzepts überzeugt.
Komplettiert wird das Angebot von der Gesundheitsmesse Intersana.
Wer nun Sorge hat, dass der Messebesuch teuer wird, darf beruhigt sein. Für alle Messen benötigen die Besucher nur ein Ticket, das für Erwachsene acht Euro kosten soll. Darüber hinaus sind Kinder bis zu einem Alter von 16 Jahren kostenfrei. Eine konkrete Besucherzahl als Wunschmarke will Rau noch nicht festlegen. Aber es sollen mehr werden, als die bisherigen Messen zusammengerechnet hatten.
Eine Frage lassen Rau und seine Partner unbeantwortet: Was bedeutet die „A\Fair” für die bisherige Frühjahrsausstellung Afa? Rau verweist an die AFAG. Doch eine Unternehmenssprecherin teilt auf Nachfrage lediglich mit, dass derzeit ein Verfahren zwischen der Messe Augsburg und der AFAG laufe. Um welche Art von Verfahren es sich handelt und um was es geht, dürfe sie nicht sagen. Dabei scheint sicher, dass es keine Afa von der AFAG mehr geben wird. Auf der Internetseite des Messeveranstalters aus Nürnberg findet sich aktuell kein Hinweis mehr auf eine Afa 2025 in Augsburg.