Der Jahresrückblick 2023 der Aichacher Zeitung
Veröffentlicht am 16.05.2024 23:00

IG Bau streikt – auch in Aichach

<b>Die Streikenden</b> der IG Bau fordern – wie hier in Ecknach bei Züblin Timber – 500 Euro mehr Lohn im Monat. (Foto: Erich Hoffmann)
Die Streikenden der IG Bau fordern – wie hier in Ecknach bei Züblin Timber – 500 Euro mehr Lohn im Monat. (Foto: Erich Hoffmann)
Die Streikenden der IG Bau fordern – wie hier in Ecknach bei Züblin Timber – 500 Euro mehr Lohn im Monat. (Foto: Erich Hoffmann)
Die Streikenden der IG Bau fordern – wie hier in Ecknach bei Züblin Timber – 500 Euro mehr Lohn im Monat. (Foto: Erich Hoffmann)
Die Streikenden der IG Bau fordern – wie hier in Ecknach bei Züblin Timber – 500 Euro mehr Lohn im Monat. (Foto: Erich Hoffmann)

Nach fast 17 streikfreien Jahren standen am Dienstag in Bayern 40 Baustellen still. Im Laufe der Woche sollen weitere Aktionen folgen. Auch in Aichach hat die IG Bau am Dienstag und Donnerstag zum Streik aufgerufen, nachdem eine Schlichtung und ein Schlichterspruch für die Bauarbeiter in den laufenden Tarifverhandlungen von den Arbeitgebern abgelehnt wurde. Der Warnstreik wurde bei Züblin Timber im Aichacher Ortsteil Ecknach organisiert, es beteiligten sich laut Ig Bau rund 55 Beschäftigte. „500 mehr“, so klingt die bundesweite Forderung der Streikenden.

Laut Oliver Rieser, IG-Bau-Gewerkschaftssekretär im Bezirksverband Schwaben, und dem Züblin-Betriebsratsvorsitzenden Markus Klaus geht es um 500 Euro mehr im Monat. „Im Baugewerbe ist der Lohn bisher immer nur in kleinen Prozentschritten angehoben worden. Jetzt muss es einen Rumms tun”, fordert Rieser. Die Arbeiter seien bei Wind und Wetter draußen, das Baugewerbe sorge für die gesamte Infrastruktur. „Die Beschäftigten sind sauer auf die Arbeitgeber”, sagt der Bau-Gewerkschaftler. Es fehle die Wertschätzung, und deshalb seien die Menschen verärgert.

Hinzu komme aktuell, dass die Arbeitgeberseite eine Schlichtung und einen Schlichterspruch abgelehnt hat, erklärt Markus Klaus. Er hätte für die Arbeitnehmer 250 Euro mehr gebracht, plus später noch einmal gut vier Prozent mehr. Aus Protest streikt die Gewerkschaft jetzt wieder für die ursprüngliche Forderung von 500 Euro mehr im Monat. Verhandlungsbereit sei man erst wieder mit einem Angebot, das über dem Schlichterspruch liegt, sagt die Gewerkschaft.


Von Erich Hoffmann

Freier Mitarbeiter/Fotograf

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