Pauschalreisen durch die Augsburger Museenlandschaft können die Besucher der Langen Kunstnacht am Samstag, 22. Juni, buchen. Das Kulturamt der Stadt Augsburg lädt dazu ein, in der Fuggerstadt auf Reisen zu gehen und dabei künstlerische Welten in all ihren Facetten zu entdecken. Das Motto der Kunstnacht: #hinundweg.
Mehr als 200 Programme an rund 50 Spielorten haben Elke Seidel und Julia Lange für die Kunstnacht zusammengestellt. Neben den als „Pauschalreisen” im Programmheft gekennzeichneten Angeboten der Kunstsammlungen, Galerien und Museen in Augsburg haben die Besucher eine kaum zu überblickende Auswahl an Möglichkeiten, den Abend zu verbringen. „In zahlreichen Orchesterkonzerten, Kammermusik- und Liedprogrammen, literarischen Beiträgen, Ateliereinblicken und Ausstellungen lädt die Lange Kunstnacht an diesem Abend ein zu einer unbeschwerten Reise - ganz ohne Gepäck, Rückflugticket oder Visum, aber mit vielen Eindrücken und einer Prise Fernweh”, verspricht Kulturreferent Jürgen Enninger.
Die Eröffnung bestreiten wie gewohnt die Augsburger Philharmoniker mit einem Konzert im Goldenen Saal des Rathauses ab 18 Uhr - die einzige Veranstaltung, die einen Sondereintrittspreis erfordert. Die Philharmoniker und Solist Avtandil Kaspeli präsentieren berühmte Bass-Arien aus Opern, darunter die des Kerkermeisters Rocco aus Beethovens „Fidelio”, König Filippo aus Verdis „Don Carlo” und Basilio aus Rossinis „Barbier von Sevilla”.
Im übrigen Programm können sich die Besucher auch auf alte Bekannte freuen: So ist der Hotelturm wieder mit dabei als Veranstaltungsort, nachdem er im vergangenen Jahr so gut beim Publikum angekommen sei, wie Julia Lange erklärt. Auch das Theater Anu war 2012 schon einmal zu Gast bei der Augsburger Kunstnacht. Nach Einbruch der Dunkelheit lädt die Truppe zu einer großen Reise ein in ihr Lichterlabyrinth, „in dem sich alte Koffer stapeln und mystische Gestalten vom Reisen berichten”, wie das Programm ankündigt.
Neu dabei ist das Neruda Kulturcafe. Alina Yakaboylu liest den Text „Ankunft Gleis 11” von Fikret Yakaboylu, der sich mit Erwartungen und Sorgen von Gastarbeitern in den 1960ern beschäftigt. Augsburg sei stark von Zuwanderung geprägt, erklärt Julia Lang, warum sie sich ganz besonders freut, dass auch solch ein Programmpunkt in der Kunstnacht geboten ist.
Auf wahre Zeitreisen können sich die Teilnehmer der zahlreichen Führungen der Kunstsammlungen und Museen Augsburg im Maximilianmuseum, Schaezlerpalais und Römerlager begeben. „Es geht um einen römischen Straßenatlas, Einblicke in die römische Unterwelt, Reiseaccessoires und -instrumente, darum, wie die Laute nach Europa kam oder den Exportschlager Goldschmiedekunst”, erklärt das Kulturamt. Auch an anderen Spielorten gibt es Führungen und die Volkshochschule Augsburg verspricht in zwei Kurztouren durch die Stadt „echtes Venedig-Gefühl” aufkommen zu lassen. Wer lieber nicht zu Fuß durch die Innenstadt reisen will, der kann es sich in der historischen Tram bequem machen und sich dabei unter anderem von dem Duo TubAkkord unterhalten lassen.
Bis an die Grenzen der Milchstraße und darüber hinaus reisen die Besucher der Show im Planetarium mit Ines Kaiser-Bischoff. Es geht dorthin, „wo noch nie ein Mensch gewesen ist”.
Ab Mitternacht verlagert sich die Lange Kunstnacht in mehrere Clubs und die Kresslesmühle. Dort können die Kunstliebhaber die Erlebnisreise bis in den frühen Morgen ausklingen lassen.
Bei so viel Angeboten sei der Nachtplaner auf der Internetseite langekunstnacht.de hilfreich, empfiehlt Elke Seidel. Hier könne der Besuch verschiedener Veranstaltungen zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Trotzdem sollten die Besucher flexibel sein, da es vorkommen könne, dass die Veranstaltungsorte schon voll sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, dem empfiehlt Seidel den Besuch der Konzerte in den Kirchen - „dort ist immer genügend Platz”.
Das komplette Programm findet sich online auf langekunstnacht.de" class="auto-detected-link" target="_blank">langekunstnacht.de. Tickets gibt es bei der Bürger- und Touristinformation am Rathausplatz, an allen Reservix-VVK-Stellen (reservix.de) und online ebenfalls auf langekunstnacht.de" class="auto-detected-link" target="_blank">langekunstnacht.de.