Teils starke Gewitter sind am Montagabend durch den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord gezogen. Besonders betroffen, war das Stadtgebiet Augsburg. Die gute Nachricht: Verletzt wurde hier nach derzeitigen Erkenntnissen niemand. Doch für die Einsatzkräfte war es ein anstrengender Abend, in dessen Verlauf bei der Polizei etwa 50 Einsätze aufgrund des Gewitters gemeldet wurden.
Los ging es ab etwa 19.30 Uhr. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Augsburg und die Freiwilligen Feuerwehren aus dem gesamten Stadtgebiet sowie die Freiwillige Feuerwehr Friedberg rückten zu zahlreichen Einsätzen im innerstädtischen Bereich aus. Während des schweren Gewitters schlugen mehrere Blitze in der Innenstadt ein. Durch die Blitzeinschläge und die hierdurch resultierenden Überspannungen beziehungsweise Stromausfälle blieben mehrere Aufzüge stecken. Hier mussten die Feuerwehren die eingeschlossenen Personen befreien.
In einigen Betrieben liefen aufgrund der Stromausfälle die Notstromaggregate an, was unter Umständen zu einer kurzzeitigen Rauchentwicklung führen kann. Dies war ebenfalls der Grund für einige Notrufe bei den Leitstellen der Feuerwehr und Polizei. Durch die Blitzeinschläge wurden auch zahlreiche Brandmeldeanlagen ausgelöst. Auch hier rückten Kräfte der Feuerwehren und des Rettungsdienstes an.
Im Holzweg in Augsburg geriet aufgrund eines Blitzeinschlages in den Fahnenmast einer Kleingartenanlage eine angrenzende Thujahecke in Brand. Diese konnte gelöscht werden, bevor das Feuer auf eine Gartenhütte der Kleingartenanlage übergriff.
Am Augsburger Jakobsplatz schlug der Blitz in ein Wohngebäude ein. Glücklicherweise entstand aus dem Einschlag kein Brand. Die Bewohner kamen laut Bericht der Feuerwehr mit dem Schrecken davon, dennoch fiel aufgrund des Einschlags in einem Raum der Putz von der Decke. Weitere unwetterbedingte Einsätze waren vollgelaufene Keller, Kellerschächte und Straßenkreuzungen.
Im Zeitraum von eineinhalb Stunden mussten die Kräfte der Feuerwehren zu mehr als 30 Einsätzen ausrücken. Wie in solchen Sonderlagen üblich, werden die Einsätze in der Integrierten Leitstelle nach Meldebild priorisiert und anschließend abgearbeitet. Diese enorme Mehrzahl an Anrufen werde von speziell ausgebildeten Disponenten angenommen, anschließend priorisiert und an die zuständigen Kräfte an den Funktischen der Integrierten Leitstelle weitergeleitet, wie die Feuerwehr erklärt. (pm)