Der Jahresrückblick 2023 der Aichacher Zeitung

Gratis in den Goldenen Saal

Augsburger und Gäste sollen den ganzen Juli über freien Eintritt in den Goldenen Saal bekommen. (Foto: IMAGO / Michael Weber)
Augsburger und Gäste sollen den ganzen Juli über freien Eintritt in den Goldenen Saal bekommen. (Foto: IMAGO / Michael Weber)
Augsburger und Gäste sollen den ganzen Juli über freien Eintritt in den Goldenen Saal bekommen. (Foto: IMAGO / Michael Weber)
Augsburger und Gäste sollen den ganzen Juli über freien Eintritt in den Goldenen Saal bekommen. (Foto: IMAGO / Michael Weber)
Augsburger und Gäste sollen den ganzen Juli über freien Eintritt in den Goldenen Saal bekommen. (Foto: IMAGO / Michael Weber)

Über 125.000 Besucherinnen und Besucher zog der Goldene Saal des Augsburger Rathauses im vergangenen Jahr an. Der prunkvolle Raum mit seiner Kassettendecke zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Spätrenaissance in Deutschland und ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Augsburg. Von August an müssen Touristen – und alle anderen – allerdings draußen bleiben. Da Teile des Rathauses mit Asbest belastet sind, ist eine aufwendige Sanierung unumgänglich. Wie berichtet, muss dafür auch der Goldene Saal für mindestens eineinhalb Jahre geschlossen werden. Weil die Schließung des Wahrzeichens einen Einschnitt bedeutet, sollen Augsburger und Touristen zuvor die Gelegenheit bekommen, den Goldenen Saal kostenfrei zu besuchen.

„Wir müssen die Schadstoffe beseitigen, bevor sie zur Gefahr werden”

Der freie Eintritt gilt für den Monat Juli und bezieht sich auf den Goldenen Saal und die beiden öffentlich zugänglichen Fürstenzimmer. So entschied es der Augsburger Stadtrat nun in seiner Sitzung im Mai. Nachdem eine Bevorzugung Einheimischer rechtlich problematisch wäre, gewährt die Stadt auch allen Besuchern freien Eintritt. Der Eintrittspreis für Erwachsene kostet normalerweise 2,50 Euro.

„Wir müssen die Schadstoffe beseitigen, bevor sie zur Gefahr werden”, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber. Eine Renovierung hatte der Stadtrat eigentlich bereits 2019 beschlossen, doch aufgrund der Corona-Pandemie verschob sich das Vorhaben. Wie Weber betonte, gehe die Stadt die Aufgabe jetzt „mit etwas Wehmut an, denn viele werden das Rathaus vermissen”. Aus diesem Grund sollten nun alle die Chance haben, „unser Augsburger Wahrzeichen nochmal zu besuchen, bevor wir uns für einige Zeit von ihm verabschieden müssen”, erklärte die Oberbürgermeisterin.

Der Renaissancebau im Zentrum der Stadt zählt zu den bedeutendsten Augsburger Bauten. Neben den Sitzungen des Stadtrats finden im Rathaus zahlreiche Empfänge und Veranstaltungen statt. Für die Sanierungsarbeiten soll das Gebäude zum 1. August bis voraussichtlich Frühjahr 2026 geschlossen werden. Geöffnet bleiben lediglich der Vorraum, das Europabüro und der Ratskeller. Der Elias-Holl-Platz hinter dem Rathaus steht der Öffentlichkeit von September an nicht mehr zur Verfügung, da er für die Baustelleneinrichtung benötigt werde, so die Stadt Augsburg, die zudem vor Behinderungen durch Baustellenverkehr in den umliegenden Straßen warnt.

Die Stadtratssitzungen werden während der Sanierungszeit im neuen Firmensitz der Wohnbaugruppe Augsburg an der Bürgermeister-Ackermann-Straße stattfinden. Die Augsburger Stadtratsfraktionen kommen in der alten WBG-Firmenzentrale im Schuberthof in der Rosenaustraße unter.

Neben dem Gratis-Eintritt bietet die Tourismusgesellschaft Regio Augsburg am 23. Juli zudem mehrere Rathausführungen an. Start ist jeweils um 10 Uhr, 11 Uhr, 12 Uhr und 13 Uhr. Die Führungen kosten eine Sondergebühr von 5 Euro, Buchungen über das Ticketportal der Regio unter augsburgtourismus.de. Des Weiteren gibt es über die städtische Internetseite die Möglichkeit, das Rathaus in einem virtuellen 3D-Rundgang zu erkunden. Die digitale Tour kann unter augsburg.de/rathaus gestartet werden.


Von Janina Funk

Redakteurin Augsburg-Redaktion

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