Der Jahresrückblick 2023 der Aichacher Zeitung

Freilichtbühne Augsburg: „Große Oper und mitreißendes Musical”

Auf der Freilichtbühne am Roten Tor feiert die Oper „Turandot” am kommenden Samstag, 15. Juni, Premiere. Am 6. Juli beginnt dann die Musicalsaison mit „Sister Act”. (Archivfoto: Jan-Pieter Fuhr)
Auf der Freilichtbühne am Roten Tor feiert die Oper „Turandot” am kommenden Samstag, 15. Juni, Premiere. Am 6. Juli beginnt dann die Musicalsaison mit „Sister Act”. (Archivfoto: Jan-Pieter Fuhr)
Auf der Freilichtbühne am Roten Tor feiert die Oper „Turandot” am kommenden Samstag, 15. Juni, Premiere. Am 6. Juli beginnt dann die Musicalsaison mit „Sister Act”. (Archivfoto: Jan-Pieter Fuhr)
Auf der Freilichtbühne am Roten Tor feiert die Oper „Turandot” am kommenden Samstag, 15. Juni, Premiere. Am 6. Juli beginnt dann die Musicalsaison mit „Sister Act”. (Archivfoto: Jan-Pieter Fuhr)
Auf der Freilichtbühne am Roten Tor feiert die Oper „Turandot” am kommenden Samstag, 15. Juni, Premiere. Am 6. Juli beginnt dann die Musicalsaison mit „Sister Act”. (Archivfoto: Jan-Pieter Fuhr)

Das Augsburger Staatstheater inszeniert auf der Freilichtbühne am Roten Tor jährlich Klassiker, meist aus der Welt des Musicals. Die aktuelle Open-Air-Saison des Theaters startet am kommenden Samstag, 15. Juni, dann feiert die Oper „Turandot” Premiere auf der Freilichtbühne. Auch ein Musical wird es heuer geben: Von 6. Juli an wird „Sister Act” in Augsburg gespielt.

„Große Oper und mitreißendes Musical”, verspricht Staatsintendant André Bücker. Mit Puccinis „Turandot” ist nach zwölf Jahren zum ersten Mal wieder eine Oper auf der weitläufigen Bühne am Roten Tor zu erleben. Bücker inszeniert das Werk in großen Bildern. Premiere ist am Samstag um 20.30 Uhr unter der musikalischen Leitung des Augsburger Generalmusikdirektors Domonkos Héja.

Im 100. Todesjahr von Puccini inszeniert Staatsintendant Bücker „Turandot” auf der Freilichtbühne

In seinem 1926 posthum uraufgeführten Meisterwerk vertonte Giacomo Puccini ein altes persisches Märchen, das der italienische Dichter Carlo Gozzi im 18. Jahrhundert als Schauspiel veröffentlichte. Es ist die Geschichte der chinesischen Prinzessin „Turandot”, die jeden, der um ihre Hand anhält, köpfen lässt, wenn dieser drei von ihr gestellte Rätsel nicht lösen kann. Einen Wendepunkt markiert die Arie „Nessun dorma”, als die Prinzessin durch den Prinzen Calaf unter Zugzwang gerät.

Die Inszenierung auf der Augsburger Freilichtbühne findet im 100. Todesjahr von Puccini statt. Gemeinsam mit dem Opernchor und dem Extrachor des Staatstheaters übernehmen die Augsburger Domsingknaben die anspruchsvollen Chorpartien.

„Turandot” wird in italienischer Sprache aufgeführt. Um während der Vorstellung die Arien, Chöre und Dialoge besser verstehen zu können, bietet das Staatstheater Untertitel auf Deutsch, Englisch und in einer Fassung für Menschen mit Hörbehinderung zum Mitlesen auf dem eigenen Smartphone an. Diese sind unter staatstheater-augsburg.de/turandot zu finden.

In „Sister Act” krempelt die Hauptfigur Deloris einen Nonnenchor zu einem Gospel-Ensemble in Harlem-Tradition um. Das Musical basiert auf dem gleichnamigen Film aus den 1990er Jahren mit Schauspielerin und Sängerin Whoopi Goldberg. Die Musicalfassung aus dem Jahr 2006 ist eine vom Film unabhängige Komposition des US-Amerikaners Alan Menken, der für seine Soundtracks zu verschiedenen Disney-Filmen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde.

Neben Schauspielerinnen und Schauspielern aus Augsburg seien auch renommierte Gäste in den Gesangshauptpartien zu erleben, verspricht das Staatstheater. Mit der musikalischen Leitung des Musicals gibt der neu verpflichtete zweite Kapellmeister Sebastiaan van Yperen in Augsburg seinen Einstand. Regie führt in der Augsburger Inszenierung der 1964 in Berlin geborene Regisseur sowie Film- und Theaterschauspieler Frank Matthus, Sohn des Komponisten Siegfried Matthus. Für die Hauptrolle Deloris kommt zum ersten Mal Dominique Aref nach Augsburg. Die gebürtige Niederländerin „brillierte in dieser Rolle im vergangenen Jahr im First Stage Theater in Hamburg”, betont das Staatstheater. Ebenso feiert Marije Maliepaard in Augsburg Premiere, die nach ihrem Musical-Studium in New York schon einige Auftritte in Deutschland hatte. Beim Augsburger Publikum bereits bekannt sind Susanna Panzner, Dennis Weißert und Cedric Lee Bradley, die in „Kiss me, Kate”, „Drei Musketiere” und „Chicago” in Augsburg gastierten. (jaf) Alle Termine sowie Tickets unter staatstheater-augsburg.de/freilichtbuehne.

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