Der Jahresrückblick 2023 der Aichacher Zeitung
Veröffentlicht am 31.05.2024 23:00

Ein Macher mit sozialer Ader

Im Alter von 82 Jahren verstorben: Unternehmer Josef Kienmoser (Foto: privat)
Im Alter von 82 Jahren verstorben: Unternehmer Josef Kienmoser (Foto: privat)
Im Alter von 82 Jahren verstorben: Unternehmer Josef Kienmoser (Foto: privat)
Im Alter von 82 Jahren verstorben: Unternehmer Josef Kienmoser (Foto: privat)
Im Alter von 82 Jahren verstorben: Unternehmer Josef Kienmoser (Foto: privat)

Überraschend und völlig unerwartet verstarb am vergangenen Mittwoch, 29. Mai, an seinem 82. Geburtstag der Igenhausener Unternehmer Josef Kienmoser.

Der „Schmied Sepp“, wie er in seinem Heimatort und darüber hinaus genannt wurde, galt als anpackend. 1964 gründete Josef Kienmoser zunächst ein Transportunternehmen mit einem Lkw. Ein Jahr später kam schon ein Dreiachser dazu. 1966 baute er nicht nur die Garagen, sondern auch eine Kfz-Werkstätte mit Tankstelle. 1968 übernahm der Verstorbene das Kieswerk Leinauer in Mühlhausen und stieg gleichzeitig in den Fernverkehr ein. Schnell erkannte Kienmoser die Zeichen der damaligen Zeit und erweiterte sein Kieswerk 1972 zu dem Fertigbetonwerk „Mühlhauser Frischbeton.“ Wenige Jahre später wurde er Mitbegründer der Firma „LFK-Metallverarbeitung“, zunächst mit Firmensitz in Mühlhausen, der dann nach Aichach-Ecknach verlegt wurde.

2005 war der umtriebige Unternehmer Josef Kienmoser zusammen mit der Familie Sedlmeier der Initiator der Nahwärmeversorgung für Igenhausen. Diese Aktivitäten waren nur durch die tatkräftige Unterstützung seine Frau Pauline möglich, die ihm den Rücken frei hielt. 2019 übergaben beide ihr Unternehmen an den Enkel Josef, der den Betrieb weiterführt.

An seinem 80. Geburtstag vor zwei Jahren erinnerte der damalige Jubilar auch daran, dass er es in seiner aktiven Unternehmerzeit mit vier Bürgermeistern und vier Landräten zu tun hatte. Viele der älteren Generation kennen Josef Kienmoser aber auch noch als Musiker. 1961 lernte er Schlagzeug und stieg als solcher bei der legendären „ABC-Band“ mit Rupert Reitberger, Walter Singer und Josef Stocker ein. Die rasant steigenden neuen Geschäftsfelder unterbanden dieses Hobby ab 1965.

Erinnert sei aber auch an die soziale Ader des Verstorbenen. Kostenlos stellte Josef Kienmoser dem damaligen Bezirksrat und Mitbegründer des „Hilfswerk Bukowina“, Rupert Reitberger, die Transporteinheiten für die Hilfslieferungen nach Rumänien und die Ukraine, so auch einen 40-Tonner, zur Verfügung. Den Elternbeirat und die Schulleitung der Mittelschule Hollenbach bedachte er vor zwei Jahren mit einer namhaften Geldspende, um Kindern die Teilhabe an Schulveranstaltungen zu ermöglichen.

Der Rosenkranz mit Trauergottesdienst und anschließender Beerdigung findet heute, Samstag um 9.30 Uhr in Igenhausen statt.

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