Der Jahresrückblick 2023 der Aichacher Zeitung

Berufsfachschule für Logopädie: „Strahlkraft über Schwabens Grenzen hinaus”

Sie feierten das 30-jährige Bestehen der Berufsfachschule für Logopädie in Augsburg – der einzigen in Schwaben: Bezirkstagspräsident Martin Sailer, Schulleiter Dirk Gerlach sowie die drei Vorstandsmitglieder der Bezirkskliniken Schwaben, Wolfram Firnhaber, Stefan Brunhuber und Prof. Alkomiet Hasan (von links). (Foto: Georg Schalk, Bezirkskliniken Schwaben)
Sie feierten das 30-jährige Bestehen der Berufsfachschule für Logopädie in Augsburg – der einzigen in Schwaben: Bezirkstagspräsident Martin Sailer, Schulleiter Dirk Gerlach sowie die drei Vorstandsmitglieder der Bezirkskliniken Schwaben, Wolfram Firnhaber, Stefan Brunhuber und Prof. Alkomiet Hasan (von links). (Foto: Georg Schalk, Bezirkskliniken Schwaben)
Sie feierten das 30-jährige Bestehen der Berufsfachschule für Logopädie in Augsburg – der einzigen in Schwaben: Bezirkstagspräsident Martin Sailer, Schulleiter Dirk Gerlach sowie die drei Vorstandsmitglieder der Bezirkskliniken Schwaben, Wolfram Firnhaber, Stefan Brunhuber und Prof. Alkomiet Hasan (von links). (Foto: Georg Schalk, Bezirkskliniken Schwaben)
Sie feierten das 30-jährige Bestehen der Berufsfachschule für Logopädie in Augsburg – der einzigen in Schwaben: Bezirkstagspräsident Martin Sailer, Schulleiter Dirk Gerlach sowie die drei Vorstandsmitglieder der Bezirkskliniken Schwaben, Wolfram Firnhaber, Stefan Brunhuber und Prof. Alkomiet Hasan (von links). (Foto: Georg Schalk, Bezirkskliniken Schwaben)
Sie feierten das 30-jährige Bestehen der Berufsfachschule für Logopädie in Augsburg – der einzigen in Schwaben: Bezirkstagspräsident Martin Sailer, Schulleiter Dirk Gerlach sowie die drei Vorstandsmitglieder der Bezirkskliniken Schwaben, Wolfram Firnhaber, Stefan Brunhuber und Prof. Alkomiet Hasan (von links). (Foto: Georg Schalk, Bezirkskliniken Schwaben)

Im Eingangsbereich des Medizinischen Schulzentrums am Universitätsklinikum Augsburg fallen die großen, bunten Luftballons, die zusammen die Zahl „30“ ergeben, gleich auf. Alles ist dekoriert, überall fröhliche Gesichter. Die Berufsfachschule für Logopädie der Bezirkskliniken hat zur Feier ihres 30-jährigen Bestehens geladen, und etwa 150 Gäste sind gekommen. Die Einrichtung ist die einzige, die im Regierungsbezirk Logopädinnen und Logopäden ausbildet.

So ansprechend die Lehr- und Lernumgebung heute ist, so simpel begann alles im Jahr 1994. Damals startete die Logopädieschule in Räumen über einer Kfz-Werkstätte am Kurzen Geländ in der Nähe des Kobelweges. Träger war noch der Bezirk selbst. 1999 zog die Schule an die Stenglinstraße um. „Hätte die Einrichtung nicht eine so tolle Entwicklung genommen, dann wären wir noch da, wo alles begann”, sagt Bezirkstagspräsident Martin Sailer bei der Geburtstagsfeier. Seit Gründung des Kommunalunternehmens im Jahr 2008 sind die Bezirkskliniken Schwaben der Träger. Was sich über die drei Jahrzehnte seit Bestehen allerdings nicht verändert habe, sei der Bedarf an Logopädinnen und Logopäden. Der sei damals wie heute sehr hoch, betont auch Sailer. „Die Berufsfachschule ist nach 30 Jahren so relevant wie am ersten Tag. Bundesweit gibt es immer noch zu wenige Logopädinnen und Logopäden. Patientinnen und Patienten müssen zum Teil Monate auf eine Behandlung warten”, so der Bezirkstagspräsident, der zugleich Verwaltungsratsvorsitzender der Bezirkskliniken ist.

Wichtiger Beitrag für mehr Inklusion

Logopäden behandeln Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Hörstörungen bei Patienten aller Altersstufen – vom Säugling mit Fütterstörungen bis hin zu älteren Menschen, die einen Schlaganfall hatten. So leisten sie einen wichtigen Beitrag für mehr Inklusion in der Gesellschaft. Dass junge Menschen in Augsburg mit viel Wissen und Praxis auf diesen wichtigen Beruf vorbereitet werden, sei ein Glücksfall und keine Selbstverständlichkeit, sagt Sailer. Die Schule habe inzwischen „Strahlkraft über Schwabens Grenzen hinaus”.

Jedes Jahr starten an der Berufsfachschule für Logopädie 15 junge Menschen ihre dreijährige Ausbildung. Sorgen machen der Schule und ihrem Träger die Pläne seitens der Länder und des Bundes, die Logopädieausbildung grundständig akademisch durchzuführen, also universitär. Auch eine Teilakademisierung ist im Gespräch. Eine Entscheidung wird in nächster Zeit erwartet. „Es ist sehr spannend, wohin die Reise geht. So oder so: Wir stehen zu unserer Logopädieschule”, sagt Wolfram Firnhaber, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Bezirkskliniken. Sailer und Firnhaber loben die Nachbarschaft mit dem Uniklinikum und seiner Akademie für Gesundheitsberufe. „Wir haben hier an der Logopädieschule ein ganz tolles Team und einen tollen Teamspirit, was vor allem an Ihnen liegt”, so Firnhaber mit Blick auf Schulleiter Dirk Gerlach, der seit zwölf Jahren an der Spitze der Einrichtung steht.

Der Schulleiter und sein Team sehen die zukünftige Akademisierung ebenfalls zwiespältig, vor allem unter dem Aspekt des hohen fachpraktischen Anteils innerhalb der Ausbildung. Um die Zukunft ist ihm dennoch nicht bange: „Wir sind die einzige Logopädieschule in Schwaben und eine von 80 Berufsfachschulen für Logopädie in Deutschland. Wir bilden junge, fitte, engagierte Schülerinnen und Schüler gerne aus und freuen uns über die vielen Bewerber, die wir haben”, sagt Gerlach. Schule sei immer im Wandel. „Meine Kollegen und ich sind sehr bereit für den Wandel. Wir werden ihn innerhalb des engen Rahmens, der uns unter anderem durch zahlreiche Gesetze vorgegeben ist, gerne kreativ mitgestalten.”

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