Der Jahresrückblick 2023 der Aichacher Zeitung
Veröffentlicht am 13.08.2023 13:54

Die Schusswaffe war ein Spielzeug

Polizei Symbolbild (Foto: mjt)
Polizei Symbolbild (Foto: mjt)
Polizei Symbolbild (Foto: mjt)
Polizei Symbolbild (Foto: mjt)
Polizei Symbolbild (Foto: mjt)

Zunächst waren es besorgniserregende Meldungen, die am Samstagabend in Aichach kursierten. Jugendliche waren im Bereich des Kreisgutes an der B 300 bei Untergriesbach gesehen worden, einer fuchtelte mit einer Waffe herum und löste damit einen größeren Polizeieinsatz aus. Auch ein Hubschrauber war an der Suche beteiligt. Später stellte sich zum Glück heraus, dass es sich schlicht um Unfug handelte. Die Waffe war nicht echt. Zu keinem Zeitpunkt bestand eine Bedrohungslage, wie es am Sonntag ausdrücklich hieß.

Kurz vor 18 Uhr gingen die ersten Meldungen bei der Polizei ein. Die Bundesstraße ist viel befahren, dort fällt ein Mann, der mir einer Waffe hantiert, sofort auf. Ob sie echt ist, kann man natürlich aus der Ferne nicht erkennen. Die Beamten reagierten sofort und baten Polizeikräfte aus der Umgebung um Unterstützung. Auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz. Vor Ort traf man auf einen 24- und einen 25-Jährigen. Beide stammen aus dem Raum Aichach, so ein Polizeisprecher. Eine Waffe trugen sie nicht bei sich, wohl fand die Polizei aber das leere Magazin einer Softair-Waffe. Sie zu besitzen, ist legal. Geschossen wird mit kleinen Plastikkügelchen, letztlich handelt es sich aber um ein Spielzeug.

Das kann täuschend echt aussehen. Wo die Waffe abgeblieben ist, blieb gestern ebenso unbeantwortet wie die Frage, ob es sich um eine Pistole oder ein Gewehr handelte. Dem Vernehmen nach soll noch eine dritte Person im Spiel gewesen sein. Ob das stimmt, ist ebenfalls unklar. Die beiden jungen Männer seien mit zur Wache genommen und befragt worden, erklärte ein Sprecher der Augsburger Kripo. Der berichtete zudem von einer geringen Menge an Betäubungsmitteln, die bei den Männern gefunden worden sei. Wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wird nun auch ermittelt. Ob, und wenn ja, welche strafrechtliche Folgen der Vorfall mit der Softair-Waffe hat, konnte die Polizei noch nicht sagen.


Von Robert Edler

Redakteur

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