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Gelungene Theaterpremiere in Gundelsdorf

Gundelsdorf - Eine gelungene Theaterpremiere erlebten Akteure und Besucher in Gundelsdorf. Die zehn jungen Theaterspieler des Liederkranzes präsentierten das Lustspiel "Der Spritzbrunnen" von Ulla Kling.

Ort der Handlung ist die Amtsstube des Bürgermeisters Theo Korneder. Diese Hauptrolle übernahm in bewundernswerter Art und Weise Mathias Bernet: drei Stunden lang hochroter Kopf und Puls ganz oben, mal himmelhochjauchzend und dann wieder zu Tode betrübt. Diesen Stimmungsschwankungen sind in besonderem Maße seine Angestellten, der Referendar Herbert Zagler (Fabian Mair), die Sekretärin Martha Zitzler (Bettina Knauer) sowie die Putzfrau (Sabine Ruisinger) ausgesetzt. Bürgermeister Korneder hat sich einen Wunsch erfüllt und will seiner Gemeinde seinen ganz persönlichen Spritzbrunnen präsentieren. Ein großer Tag soll es werden. Doch als er das Prachtstück der Regierungsrätin Rehbeck (Eva Baumgartner) vorstellen möchte, taucht schon das erste Problem auf: Das Plätschern des Brunnens kann nicht abgedreht werden, weil der Hahn nicht zu finden ist. Wie sich später herausstellt, wurde an der Anlage arg gepfuscht. Das Unheil nimmt seinen Lauf.
Bei der Einweihung des Brunnens mischt die Bürgermeistergattin Elsa (Juliane Leischner) kräftig mit. Sie probiert auf der Bühne ein neues Dirndl an, doch mit einem kräftigen Riss hatte das gute Ding sein Leben gleich wieder ausgehaucht. Es war einfach zu eng gekauft.
Auch die Liebe fehlt nicht in dem Heimatstück: Die Tochter des Bürgermeisters, Gundi (Carina Jacobi), und der Wirtssohn Jochen (Andreas Harlander) sind füreinander bestimmt.
Der Wirt Paul Wurzbichler (Ben Ruisinger) hat seinen eigenen Draht zum Bürgermeister und seinem Brunnen, der ganz normale Büro-Wahnsinn ist höchst unterhaltsam, zu allem Überdruss hat auch noch die Enkelin der Putzfrau ihre Finger im Spiel, und insgeheim mischt auch der Baggerfahrer Schorsch Schwippl (Günther Leischner) mit. Wie sich das Tohuwabohu auflöst, das sei nicht verraten.
Prächtig Regie geführt hat Hans Rusinger, ein alter Theaterhase; für die Maske ist Gisela Pilz zuständig und als Souffleuse Evi Höger.

Von Josef Mörtl


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Veröffentlicht am 12.03.2018 23:00 Uhr




 

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