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Müllverbrennung nicht mehr lukrativ

Dachau (fh) Die Verbrennung von Müll ist mittlerweile kein so lohnendes Geschäft mehr wie früher. Dr. Thomas König, der Geschäftsführer der gemeinsamen Müllverbrennungsanlage GfA in Geiselbullach, berichtetet vor dem Kreistag Dachau, dass heuer von einem ...

Dachau (fh) Die Verbrennung von Müll ist mittlerweile kein so lohnendes Geschäft mehr wie früher. Dr. Thomas König, der Geschäftsführer der gemeinsamen Müllverbrennungsanlage GfA in Geiselbullach, berichtetet vor dem Kreistag Dachau, dass heuer von einem Gewinnrückgang von einer halben Million Euro ausgegangen wird. Und das, obwohl in der Müllverbrennungsanlage Geiselbullach soviel Müll verbrannt wurde wie nie zuvor. Etwa 105 000 Tonnen sind heuer verbrannt worden, im Vorjahr waren es noch gut 100 000 Tonnen. Damit sei es aber nicht gelungen, den Preisverfall zu kompensieren, weil viele neue Verbrennungsanlagen gebaut worden sind. Das habe zu beträchtlichen Überkapazitäten geführt.

Der Gewinn lag im Jahr 2008 noch bei rund 750 000 Euro. Dieses Jahr wird es um eine halbe Million weniger werden. Die Aussicht sei auch in den kommenden Jahren nicht besser, so König. Die GfA plane bis zum Jahr 2013, die Schulden von derzeit 26 Millionen Euro auf unter sieben Millionen Euro zu reduzieren. Als beinahe schuldenfreies Unternehmen werde man am Markt gut bestehen können. Die GfA setzt bekanntlich seit einigen Jahren auch auf eine andere Einnahmequelle, nämlich die Lieferung von Fernwärme. So wird eine Fernwärmeanschlussleistung beim Gewerbegebiet GADA in Bergkirchen gegen Ende des Jahres 2009 eine Größenordnung von rund sechs Megawatt erwartet.

Landrat Hansjörg Christmann zeigte sich zuversichtlich, dass auch für 2010 stabile Gebühren erwartet werden können. Er kritisierte den Mülltourismus. Dass es rentabel sei, den Müll durchs ganze Land und sogar bis nach Holland zu fahren, sollte zu denken geben.



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Veröffentlicht am 23.12.2009 16:25 Uhr




 

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