Todtenweis    

Das Ehrenamt ehren

Todtenweis – Viele Vereine haben mittlerweile Probleme, Nachwuchsmitglieder zu finden. Dann auch noch jemanden für ein Amt begeistern zu können, ist noch schwieriger. Der Gemeinderat Todtenweis beschloss in seiner Sitzung am Mittwochabend, für 15 Jahre ehrenamtliches Engagement im Vereinsvorstand oder auf vergleichbarem Posten die bronzene Bürgermedaille zu verleihen.

<p>Das Ehrenamt ehren </p>

Zunächst hatte Bürgermeister Thomas Riß vorgeschlagen, die Bronzemedaille ab 20 Jahre zu vergeben. In der regen Diskussion setzte sich die Meinung durch, schon ein zehnjähriges Engagement sei eine enorme, herausragende Leistung. Manfred Schlecht warf die Frage auf, ob man so viele Bürgermedaillen wie möglich vergeben wolle. Günter Ivenz interessierte, wie es bislang gehandhabt wird. Thomas Riß meinte, danach dürfe man nicht gehen, man wolle eine stärkere Anerkennung des Ehrenamtes. Es sei der Feuerwehr gelungen, junge Menschen für sich zu begeistern, andere Vereine hätten aber größere Probleme. Franz-Xaver Färber gab zu bedenken, viele Leute seien schon mehr als zehn Jahre im Amt und hätten „nichts bekommen.“

Am Ende einigte sich der Gemeinderat einstimmig darauf (Konrad Carl fehlte entschuldigt), dass derjenige die bronzene Bürgermedaille automatisch erhält, der 15 Jahre und länger im Verein im Vorstand arbeitet oder vergleichbares Engagement außerhalb eines Vereins erkennen lässt.

Im folgenden Sitzungsverlauf diskutierte der Gemeinderat das Thema Beleuchtung an der Sander Straße. Dort läuft noch bis Ende Februar ein Beleuchtungsversuch mit zwei Solarlampen. Mit deren Leistung ist man in Todtenweis nicht zufrieden. Franz-Xaver Färber berichtete, nach ein paar Tagen seien die Lampen „nachts gar nicht mehr“ gegangen. Petra Wackerl hatte beobachtet, dass es schon „abends um 19 Uhr“ dunkel war, ebenso morgens gegen drei, vier Uhr. Eine Lampe koste immerhin etwa 1500 Euro und sei „ihr Geld nicht wert“. Sie regte LED-Beleuchtung an. Ulrich Siegmund fügte an, dass zudem auch noch die Batterie der Solarlampen alle paar Jahre erneuert werden müsste. Bürgermeister Thomas Riß meinte, die Variante Solartechnik sei damit „gestorben“. Ludwig Grammer monierte, man diskutiere über die Art der Lampen, dabei habe man noch nicht einmal beschlossen, ob man an der Sander Straße überhaupt beleuchten wolle. „Es ist immer so. Erst heißt es, wir holen lediglich ein Angebot ein, und dann macht man’s doch.“ Petra Wackerl entgegnete, ein Bedarf für Beleuchtung dort sei ja wohl wirklich vorhanden: „Da ist es stockfinster!“ Grammer antwortete, es gebe verschiedene Meinungen dazu. Bürgermeister Riß kürzte die Debatte ab, indem er ankündigte, er werde die Grundsatzfrage Beleuchtung an der Sander Straße Ja oder Nein auf die Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung setzen. Einstimmig wurde beschlossen, zunächst einmal die beiden Solarleuchten abzubauen und an den Hersteller zurück zu schicken.


Veröffentlicht am 02.02.2012 14:47 Uhr


 

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