Todtenweis    

Museum für Todtenweis?

Todtenweis (brs) rund 30 Mitglieder begrüßte Vorsitzender Thomas Eberle zur Jahresversammlung des Fördervereins 1000 Jahre Todtenweis.

 

Schriftführer Michael Hofberger berichtete über die Veranstaltungen im letzten Vereinsjahr. Für die Dorfweihnacht wurde eine Verkaufsbude gezimmert, die mit Kosten von 300 Euro im Kassenbericht von Franz Leopold auftauchte. Der Förderverein hat derzeit 50 Mitglieder. Thomas Eberle rief die Zuhörer auf, nach alten Mägde- oder Knechtebüchern zu schauen, da der Verein eine Auflistung in Arbeit hat. Alte Gerätschaften aus früheren Zeiten werden ebenso dringend gesucht. Aus Zahling erhielten sie bereits einen alten Holzpflug, ein Butterfass und eine Zentrifuge. Aus Binnenbach wurden dem Verein drei alte Pflüge und Eisenräder angeboten. Zur Sammlung gehören auch alte Pferde- und Ochsengeschirre für vier Pferde. Doch bräuchten sie dringend jemand, der sich mit den Sachen auskennt, „denn momentan sind das alles nur viele Lederriemen, die niemand richtig zuordnen kann“.

Für solche Gerätschaften möchte der Vereine gerne eine Arbeitsgruppe für altes Handwerk ins Leben rufen. Infotafeln entlang der Romantischen Straße, die Hinweise auf Bodendenkmäler, alte Burgen und Keltengräber geben, stehen auf dem Programm für dieses Jahr. Auch eine ausführliche Recherche über Vermisste und Gefallene der beiden Weltkriege ist derzeit in Arbeit.

Bürgermeister Thomas Riß dankte dem Verein für die Arbeit und versprach eine Gesamtlösung für das Griunhaus mit einem Museum noch in diesem Jahr. Er teilte auch über eine sensationellen Fund an der gemeindlichen Kiesgrube an der Straße nach Langweid mit. Gemeindearbeiter Andreas Berger fand bei Arbeiten drei Holzteile. Nach Schätzungen von Spezialisten handelt es sich hier um Holz aus der Szeletienzeit, also etwa 40 Millionen Jahre alt. Dieses und mehr soll dann im neuen Museum in Todtenweis zur Besichtigung ausgestellt werden.



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Veröffentlicht am 22.03.2011 16:09 Uhr




 

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