Todtenweis    

Nichts Neues von der Datenautobahn

Todtenweis – Ruhig verlief die in die Sommerpause eingeschobene Sitzung des Todtenweiser Gemeinderates am Mittwoch. In Sachen DSL gibt es weiterhin nichts Neues. Der für vergangene Woche versprochene Zeitplan der Firma Mvox war ausgeblieben (wir berichteten).

„Wenn es nicht anders geht, dann müssen wir eben kündigen“, erklärte Bürgermeister Thomas Riß. Laut Vertrag sollte der Knotenpunkt in Aindling bis zum Sommer verstärkt werden, damit auch in Sand Daten-Geschwindigkeiten bis zu 6000 kBit/s erreicht werden könnten.

Dort ist die Versorgung bisher am schlechtesten im Gemeindegebiet, knapp 300 bis 400 kBit/s kommen dort nur an. Nun will man sich mit Aindling und Petersdorf abstimmen. Dort hatte der Gemeinderat am Montag beschlossen, der Firma Mvox, die sich wegen der Schuldfrage mit der Telekom streitet, noch eine Frist von einer Woche einzuräumen.

Bei der Gestaltung des Spielplatzes in Sand sollen die Bürger und Nachbarn beteiligt werden. Das beschloss der Gemeinderat, nachdem in der Sitzung die Idee aufgekommen war, einen kleinen Bolzplatz zu errichten. Bisher sind auf dem 15 Jahre alten Spielplatz vor allem Geräte für Kleinkinder und eine etwas marode Tischtennisplatte vorhanden. Laut Riß wäre der Platz groß genug, um auch für die Altersgruppe zwischen zehn und 15 Jahren, die in Sand aus 17 Kindern besteht, etwas zu schaffen. Der Punkt wurde bis zur Bürgerbeteiligung vertagt.

Nicht entschieden wurde auch über eine mögliche Gestaltungssatzung und Plakatierungsverordnung. Lange hatte es gedauert, bis man eine „recht ramponierte“, freistehende Plakatwand aus den 50er Jahren in Todtenweis entfernen durfte, nun kam ein neuer Antrag aus Sand. Dort sollen in der Langweider Straße zwei Werbetafeln an einer Hauswand angebracht werden. Doch dagegen könne man sich laut Landratsamt kaum wehren, erläuterte Riß. Auf eine Gestaltungssatzung, die es eigentlich nur in größeren Städten mit einem schutzbedürftigen Altstadtkern gibt, wurde verzichtet: „Dann müsste man auch viele Details wie Lampen und Ähnliches vorschreiben, das brauchen wir in Todtenweis nicht“, so der Bürgermeister.

Weitere Themen im Überblick:

• Die Stichstraße ins neue Gewerbegebiet bekommt den Namen „Lechfeldwiesen“. Wenn alles klappt, könnte Mitte September mit dem Bau der Straße begonnen werden.

• Die Verkehrsüberwachung in der Kapellenstraße, wo eigentlich nur 30 Stundenkilometer erlaubt sind und die zu den Sander Seen führt, förderte 45 Raser zu Tage, die über 90 Sachen gefahren waren. Auch in der Nähe der Schule waren viele Temposünder unterwegs

• Der „langersehnte“ Zuschuss für die Grundschule, 64 000 Euro, ist nun ausbezahlt worden.

Von Verena Golling


Veröffentlicht am 12.08.2010 14:57 Uhr


 

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