Sielenbach    

Mobilfunkanlage wird nicht erweitert

Sielenbach (beh) Die Vodafone-Mobilfunkanlage in der Sielenbacher Maria-Birnbaum-Straße wird nicht erweitert. Das Unternehmen hat per Fax mitgeteilt, dass sie den Plan derzeit nicht für realisierbar hält. Reinhard Herb erklärte in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend, dass er dem Plan seine Zustimmung verweigert habe.

Die Ankündigung, dass das Thema Mobilfunkerweiterung in der Gemeinderatssitzung behandelt wird, hatte in Sielenbach für einigen Gesprächsstoff gesorgt. Als die Anlage vor zehn Jahren auf dem Anwesen von Herb in Betrieb genommen worden war, hatte es in dem Ort heftige Diskussionen und Proteste gegeben. Mit der nun zunächst geplanten Erweiterung um ein sogenanntes LTE-System sollte ermöglicht werden, dass man vom Handy aus ins Internet kann. Nach Ansicht vieler Sielenbacher ein unnötiges Unterfangen, da man mit schnellem DSL gut versorgt sei.

Bei Vorgesprächen mit Vodafone hat Bürgermeister Martin Echter vorgeschlagen, dass die Anlage alternativ auf den Telekom-Mast an der Straße nach Wollomoos kommen sollte. Ähnlich war man 2003 und 2008 vorgegangen, als E-plus und O2 nach Standorten suchten, die beide die Alternative akzeptierten. Vodafone habe ebenfalls Zustimmung signalisiert, so Echter. Auch in Zukunft wird dies das Vorgehen der Kommune sein: Die Ablehnung von Standorten im Ort und der Verweis auf den Turm. Nachdem Vodafone den Ausbau sowieso zurückgestellt hat, ist das Thema zunächst zumindest sowieso erledigt.

Dass die Diskussionen der Vergangenheit noch nicht ganz vergessen sind, zeigte sich im Gemeinderat. Herb, dem das Wort erteilt wurde, präsentierte ein Fax, das auch die Gemeinde bekommen hat, in dem Vodafone auf den Ausbau verzichtet, nachdem er seine Zustimmung verweigert habe, erklärte Herb. Kritik übte er an einigen Gemeinderäten, die schon im Vorfeld Stimmung gegen ihn gemacht hätten. Er selbst habe von den Plänen des Unternehmens gar nichts gewusst, und sei erst vom Bürgermeister informiert worden. Den nahm Herb auch von seiner Kritik ausdrücklich aus, verstand aber nicht, warum das Thema in einer öffentlichen Sitzung behandelt wurde, obwohl Vodafone ausdrücklich um Vertraulichkeit gebeten habe. Laut Echter sei dieses Vorgehen aber mit Vodafone abgestimmt gewesen.

Wie lange der Vertrag mit Vodafone über die bestehende Anlage noch läuft, wollte Herb nicht sagen.



Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.

Veröffentlicht am 10.02.2011 17:25 Uhr




 

Drucken   Speichern   Senden    Leserbrief