Um Himmels willen, die Kirche!
Sielenbach – Zum 143. mal lädt die Wallfahrt Maria Birnbaum in diesem Jahr zum Stundengebet, dem Faschingstreiben der ganz anderen Art. Während anderorts das tolle Treiben herrscht, wird in Sielenbach seit 1868 gebetet.
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Sielenbach – Zum 143. mal lädt die Wallfahrt Maria Birnbaum in diesem Jahr zum Stundengebet, dem Faschingstreiben der ganz anderen Art. Während anderorts das tolle Treiben herrscht, wird in Sielenbach seit 1868 gebetet. Kurz zuvor hatten Kapuziner die Seelsorge an der barocken Wallfahrt übernommen, die ihr 350-Jahr-Jubiläum feiert. Und mit den Kapuzinern hielt das Stundengebet Einzug, das seither in ungebrochener Tradition gehalten wird. „Eine ähnliche Veranstaltung findet sich im Umland nach meinem Wissen nur im Augsburger Dom, aber unsere ist größer“, erläutert Wallfahrtsseelsorger Pater Jörg Weinbach. Er gehört dem Deutschen Orden an, der die Wallfahrtskirche errichtet hatte und seit 1990 wieder betreut.
In diesem Jahr hat er sich allerdings gerade von dort Verstärkung geholt, denn die Festpredigten hält in diesem Jahr kein geringerer als Domkapitular Dr. Bertram Meier, neben seinen Aufgaben im bischöflichen Ordinariat auch das Amt des Dompredigers zu Augsburg inne hat. Für die sechs Predigten, die er von Sonntag, 14. Februar, bis Mittwoch, 17. Februar, in Sielenbach halten wird, hat er den Titel „Um Himmels willen – die Kirche!“ gewählt, um das Wesen und die Berufung der Kirche aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Da die Arbeiten an der Wallfahrtskirche gute Fortschritte machen – das Innengerüst konnte bereits vor Weihnachten entfernt werden und im Frühjahr sollen auch die Außenarbeiten abschlossen sein – kann am Ende des Stundengebetes nach vier Jahren Unterbrechung wieder die Prozession des Blauen Bundes stehen. Worüber gerade im Jubiläumsjahr der Wallfahrt besondere Freude herrscht.
Der Tagesablauf ist wie in jedem Jahr an allen drei Tagen gleich: Um 6.30 und 7.30 Uhr wird jeweils eine heilige Messe, um 9 Uhr der Hauptgottesdienst mit Predigt gefeiert. Im Anschluss daran wird das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt. Um 14 Uhr folgt der Rosenkranz und gegen 14.30 Uhr die Abschlussandacht mit Predigt. Nach allen Messen sowie jeweils vor dem Rosenkranz besteht die Gelegenheit zur Beichte.
Nach der Abschlussandacht am Dienstag lädt die Pfarrei St. Petrus alle Teilnehmer zu Kaffee und Krapfen in den Innenhof des Klosters ein.
Veröffentlicht am 09.02.2010 14:58 Uhr
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