Schiltberg    

Wunschliste der Feuerwehr

Schiltberg – Der Schiltberger Gemeinderat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Investitionsprogramm für den Planungszeitraum 2011 bis 2014. Demnach sind für das laufende Jahr immerhin Investitionen von 937 000 Euro vorgesehen.

Die größten Ausgaben setzen sich für dieses Jahr wie folgt zusammen: Energetische Sanierung von Schule und Kindergarten 124 000 Euro (Gesamtkosten 558 000 Euro, davon staatlicher Zuschuss 488 000 Euro), Straßenbau 197 000 Euro (davon noch teilweise ausstehende Rechnungen), Abwasserbeseitigung 402 000 Euro (davon Druckleitung nach Bergen: 215 000 Euro in 2011, Gesamtkosten 268 000 Euro, davon Zuschuss 109 000 Euro). Ob aufgrund der hohen Investitionen eine kleine Kreditaufnahme nötig ist, wird sich zeigen und im Rahmen der Haushaltsberatung 2011 festgelegt. Derzeit sind für die kommenden Jahre bis dato eingeplant: 337 000 Euro für 2012, 130 000 Euro für 2013 und 21 000 Euro für 2014. Die energetische Sanierung von Schule und Kindergarten ist nahezu abgeschlossen.

Allerdings haben die Möbel im Kindergarten ihren Dienst geleistet. Sie haben bereits 25 Jahre auf dem Buckel. Vor der Sitzung machten sich die Ratsmitglieder hiervon ein Bild. Betroffen ist die vorhandene Möblierung in den beiden Gruppenräumen sowie im Büro und der Garderobe. Vor Ort waren auch die Kindergartenleiterin, die Vorsitzende des Elternbeirats und der örtliche Kirchenpfleger. In der anschließenden Sitzung war man sich einig, von der Firma Wehrfritz GmbH zum Preis von 14 600 Euro Vollholzmöbel anzuschaffen.

Auch der neue Schiltberger Friedhof war ein Thema. Man fasst eine Friedhofaussegnungshalle ins Auge. Bürgermeister Josef Schreier stellte dem Rat einige Varianten anhand von Fotos vor. Zweiter Bürgermeister Peter Kellerer wird sich der Sache annehmen und unentgeltlich die Planung übernehmen.

Stark vertreten als Zuhörer der Sitzung waren die Wehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Schiltberg. Grund: Dem Rat lag ein ausführlich und konkret formulierter Antrag der Feuerwehr auf Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs für 2012 sowie eines Löschfahrzeugs (2018) und auf Neubau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in 2015 vor. Das Gebäude wurde 1975 erbaut und entspricht nicht mehr den Anforderungen, so die Florianjünger. Ein Mehrzweckfahrzeug wird als nötig erachtet, da unter anderem ein Erreichen der Einsatz- und Übungsorte derzeit mit Privat-Pkw durchgeführt wird. Auch ein Löschfahrzeug sei mittelfristig nötig, nachdem das vorhandene Fahrzeug im Jahr 2018 immerhin 30 Jahre im Einsatz ist.

„Der Antrag ist keine Überraschung“, meinte Michael Schmidberger. Bürgermeister Schreier und auch alle anderen Räte waren sich einig, dass sich die Schiltberger Feuerwehrler bisher schon lange gedulden müssen. In den letzten Jahren standen allerdings die nötigen Neubauten der Feuerwehrhäuser in Ruppertszell und Allenberg im Vordergrund. Den Schiltbergern Floriansjüngern wurde zugesagt, dass man sich zu gegebener Zeit detailliert mit ihrem Antrag beschäftigen wird.

Von Xaver Ostermayer



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Veröffentlicht am 20.03.2011 16:55 Uhr




 

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