Schiltberg    

Schiltberg bleibt „windstill“

Schiltberg – Auch in Schiltberg stand das Thema „Nutzung der Windenergie“ auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Vorrang- oder Ausschlussgebiete wurden nicht festgelegt. Die Kommune entscheidet damit also im Bedarfsfall.

Der Regionale Planungsverband Augsburg informierte die Kommune erneut, dass sie Vorrang-, Vorbehalts- und Ausschlussgebiete oder sogenannte „weiße Flecken“ ausweisen könne. Letztgenannte gelten als Ausschlussflächen, solange die Gemeinden im Rahmen ihrer Bauleitplanung dort keine Konzentrationsflächen ausweisen. Jedoch liegt inzwischen eine höchstrichterliche Rechtsprechung vor, nach der Windenergieanlagen, die nach Bundesrecht privilegiert sind, auf diesen „weißen Flecken“ nicht ohne weiteres ausgeschlossen werden können.

Das Schiltberger Kommunalparlament beschloss, dass im Rahmen der nunmehr durchgeführten Ermittlung des Fortschreibungsbedarfs keine regionalen Änderungen beantragt werden. Was heißt, dass keine gebietliche Festlegung zur Windkraftenergienutzung getroffen wurde. Alle Flächen sind somit gleich zu behandeln, folglich gibt es keine Vorrang-, Vorbehalts- oder Ausschlussgebiete.

Vergeben wurden einige Aufträge für Ersatzbeschaffungen. Aus technischen Gründen ist der Austausch eines Kompressoraggregates bei der Kläranlage zwingend. Die Firma Aerzener Maschinenfabrik GmbH aus Elchingen erhielt den Auftrag, ein Drehkolbengebläse zum Bruttopreis von etwas über 4500 Euro zu liefern. Rund 6000 Euro kostet die Renovierung der Eingangstüren von Schule und Kindergarten. Die Arbeiten wurde an den günstigsten Bieter (Schreinerei Peter Fürst aus Schiltberg) vergeben. Die Maßnahme wird im Rahmen der energetischen Modernisierung der Gebäude durchgeführt. Wie Bürgermeister Josef Schreier erklärte, seien die Gesamtkosten der Modernisierung nahezu identisch mit den geplanten Kosten.

Der Bürgermeister informierte das Gremium, wonach sich in 2010 Einnahmen von 860 Euro und Ausgaben von 800 Euro aus der Grüngut- und Strauchschnittannahme errechneten. Aus dem Bauschuttrecycling stehen Einnahmen von 2600 Euro Ausgaben von 5040 Euro gegenüber, folglich liegt hier ein Minus von etwas über 2400 Euro vor. In diesen Beträgen sind die Personalkosten von 1000 Euro nicht enthalten. Ferner hat man einen Lagerbestand (Material für Wegebau), der einen Gegenwert von umgerechnet 3300 Euro ausmacht.

Heiratswillige Paare haben ab dem Sommer des Jahres ihr Aufgebot in Aichach zu bestellen, nachdem bei der VG Kühbach sodann diese Formalität nicht mehr im Angebot steht. Bürgermeister Schreier wird dennoch weiterhin die Trauungen in Schiltberg durchführen.

Der Rat hatte auch einen Bauantrag zu behandeln: Hedwig Stocker erhielt grünes Licht, in Rapperzell auf ihrem Wohnhaus eine Dachgaube errichten zu dürfen. Ferner steht dem Neubau einer Garage nichts im Wege. Albert und Christine Lechner beabsichtigen, ein Wohngebäude im Außenbereich von Schiltberg durch ein neues zu ersetzen. Deshalb stellten sie einen Antrag auf Erlass einer Ortsabrundungssatzung. Der Gemeinderat war sich einig, den Antrag zunächst zurückzustellen und das Architekturbüro Brugger mit der Fertigung eines Vorentwurfes der Ergänzungssatzung zu beauftragen. Dann sollen die weiteren Schritte folgen.

Von Xaver Ostermayr



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Veröffentlicht am 18.02.2011 15:51 Uhr




 

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