Schiltberg    

Koppold folgt Schmidberger

Schiltberg – Anton Koppold heißt der neue Vorsitzende des Schiltberger Hofbergvereins. Auf der Generalversammlung im Gasthaus Kaupp am vergangenen Samstagabend endete somit die Ära des Michael Schmidberger, der den Theaterverein 24 Jahre als Vorsitzender führte und dem Vorstandsgremium insgesamt sogar 32 Jahre angehört hatte. Kein Wunder also, dass immer wieder betont wurde, wie schwer es werde, Schmidberger in seinen vielfältigen Funktionen – unter anderem auch als Schauspieler tragender Rollen – zu ersetzen, doch immerhin gab dieser zu erkennen: Man dürfe sich auch in Zukunft an ihn wenden.

<p>Koppold folgt Schmidberger </p>

Im übrigen gab es bei den Vorstandswahlen nur wenige personelle Veränderungen. Abgesehen von Koppolds Wahl wurde Franz Schmid jun. als stellvertretender Vorsitzender neu berufen und ersetzt damit Tobias Wenhardt, der allerdings alsDritter Vorsitzender dem Verein weiterhin zur Verfügung stehen wird.

Eröffnet worden war die Generalversammlung noch einmal durch den scheidenden Michael Schmidberger, der einen umfangreichen Rechenschaftsbericht über das abgelaufene Jahr 2010 vortrug. Er ging nicht weiter darauf ein, warum er sein Amt jetzt abgibt, abgesehen von dem Hinweis, dass „jede Amtszeit einmal zu Ende“ gehen müsse. Die Probleme mit dem langjährigen Spielleiter Alois Eberl (wir berichteten), zuletzt einer der Hauptdarsteller in der umjubelten „Jedermann“-Aufführung 2009, die zur Trennung vom Regisseur und Ehrenmitglied geführt hatten, wurde weder von ihm noch von den übrigen Rednern aus dem Verein im Laufe des Abends erwähnt.

Bevor es anschließend zum Bericht des Kassiers kam, ergriff Tobias Wenhardt das Wort. Sichtlich bewegt ließ er nochmals die Amtszeit von Michael Schmidberger Revue passieren und dankte diesem für seine Arbeit und seine Leistungen. Als Geschenk wurde dem scheidenden Vorsitzenden, seit 2005 Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, die Skulptur des Künstlers Karl-Heinz Torge aus Ried bei Schrobenhausen überreicht. Im Anschluss an die Worte von Tobias Wenhardt gab es stehende Ovationen für den scheidenden Vorsitzenden.

Es folgte der Bericht von Ingrid Koppold als Kassiererin. Mit einem Barvermögen von mehr als 200 000 Euro stehe der Verein ausgesprochen gut da. Anschließend ergriff Bürgermeister Josef Schreier, das Wort. Er brachte den Dank der Gemeinde Schiltberg gegenüber Michael Schmidberger zum Ausdruck und ergänzte die Laudatio seines Vorredners. Auch er übergab Schmidberger ein Präsent der Gemeinde und sowie eine Urkunde. Schreier war

Wie bereits erwähnt war in keiner der Ansprachen auch nur andeutungsweise darauf eingegangen worden, was sich im Verlauf der vergangenen Monate rund um Ex-Spielleiter Alois Eberl abgespielt hatte. Einzig Schreier nahm in ganzen vier Worten indirekt Bezug auf die Ereignisse: „Lasst uns zusammen weitermachen“.

Der Ausgang der anschließenden Vorstandswahlen war nicht überraschend, zumal für jede Position nur ein Kandidat zur Verfügung stand. Interessanter war dagegen, welche Stimmen die einzelnen Kandidaten auf sich vereinigen konnten. An der geheimen schriftlichen Wahl nahmen 90 Vereinsmitglieder teil – das beste Ergebnis erzielte Tobias Wenhardt mit 88 Stimmen. Das Ergebnis im Überblick: Vorsitzender, Anton Koppold; stellvertretender Vorsitzender Franz Schmid jun.; Dritter Vorsitzender Tobias Wenhardt; Schriftführerin Helga Lechner; Kassierin Ingrid Koppold; Jugendleiterin Manuela Lechner.

Dem alten wie auch dem neuen Beirat werden angehören: Christian Hartl, Harald Lang, Martin Lechner, Hermann Finger, sen., Matthias Wenhardt, und Jakob Reiner. Neu hinzugekommen sind : Michael Englhart, Hermann Finger jun., Angelika Weiß, Angelika Kolodinsky, Melanie Lechner, Tobias Ladewig und Josef Huber. Zu Ersatzmitgliedern wurden bestimmt: Sabrina Mandolla, Kristina Morbach, Reiner Andreas und Lisa Koppold. Anton Breitsameter und Franz Schmid sen. wurden zu Kassenprüfern bestellt.

Zum Abschluss gab es die Diaschau, „Bilder des Hofbergjahres 2010, zusammengestellt und vorgeführt von Michael Schmidberger.

Von Johann Schruff

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Veröffentlicht am 16.01.2011 17:14 Uhr




 

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