Schiltberg    

Ohne Worte

Schiltberg – Schiltbergs Bürgerinnen und Bürger sind mit ihrem Bürgermeister und dem Gemeinderat überaus zufrieden. Im Rahmen der Bürgerversammlung im Gasthaus Kaupp gab es nach dem Rückblick und der Bekanntgabe anstehender Aufgaben sowie einem Überblick über das Finanzgebaren durch Bürgermeister Josef Schreier nur uneingeschränkten Applaus und keine einzige Wortmeldung. Dabei zeigte sich, dass die Kommune ihre Finanzen voll im Griff hat, also gut wirtschaftet.

<p>Ohne Worte </p>

Bürgermeister Schreier – seit nunmehr über zehn Jahren im Amt – dankte eingangs vor rund 50 Interessierten allen Gemeinderäten, Gemeindebediensteten, VG-Angestellten, ehrenamtlichen Helfern, Vereinsvorständen, Feuerwehren, Institutionen sowie allen Gemeindebürgerinnen und -bürgern für das Geleistete und die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

In seinem Rechenschaftsbericht erwähnte der Gemeindechef die finanzielle Beteiligung (11 000 Euro) am Bau der neuen Jugendverkehrsschule in Aichach. Für die Gewässerpflege wurden 8000 Euro ausgegeben. Ausgaben standen auch für die Erneuerung einer defekten Luftleitung an der Kläranlage in Schiltberg an. Für die vier Feuerwehren gab es Ausrüstungsgegenstände in Höhe von 10 000 Euro.

Recht aktiv ist man stets, was die Straßen- und Kanalsanierungen anbelangen, derzeit ist die Forststraße in Schiltberg an der Reihe (Kosten rund 57 000 Euro). Von Schiltberg nach Weilach entstand ein Geh- und Radweg (Gemeindeanteil voraussichtlich 50 000 Euro). Die größte Investition war mit der energetischen Sanierung von Schule und Kindergarten angesagt. 550 000 Euro flossen in die Gebäude, wobei hier im Rahmen des Konjunkturpaketes II 87,5 Prozent bezuschusst wurden, folglich für die Kommune nur noch ein Eigenanteil von 70 000 Euro verblieb. In Allenberg wurde in den Neubau eines Feuerwehrhauses bisher 104 000 Euro investiert. Für eine mögliche Obdachlosenunterbringung schaffte sich die Gemeinde einen gebrauchten Wohnwagen an. Einen neuen Fendt-Vario gab’s für den Bauhof (Kaufpreis 72 000 Euro).

Auch in den kommenden Jahren hat man in Schiltberg wieder viel vor. Die Bauschutt-Deponie ist mit einer Lehmschicht zu versehen und für den Ortsteil Bergen ist eine Druckleitung für die Abwasserentsorgung nötig (voraussichtliche Gesamtkosten 200 000 Euro). Auch Straßensanierungen stehen wieder an, so beispielsweise in Ruppertszell mit der Sankt Michaels-Straße. Im Rahmen einer Deckenverstärkung der Kreisstraße von Höfarten nach Untergriesbach durch den Landkreis werden zwei Bushaltestellen erneuert. Hier hat sich die Gemeinde mit 17 000 Euro zu beteiligen.

In 2012 soll der Geh- und Radweg von Allenberg nach Untergriesbach verwirklicht werden, für den der Landkreis, die Stadt Aichach sowie die Gemeinde Schiltberg zuständig sind. Vorab soll der Neubau eines Geh- und Radweges von Schiltberg nach Rapperzell in Angriff genommen werden. Derzeit wird am Gemeindearchiv fleißig gearbeitet. Im neuen Schiltberger Friedhof wird eine Überdachung für die Aussegnung und eines Lagers sowie eine WC-Anlage errichtet.

Auch an der 20 Jahre alten Kläranlage ist weiter einiges auf Vordermann zu bringen, so dass hier unausweichlich 90 000 Euro zu berappen sind. Der Kanalbestandsplan wird zum Preis von 20 000 Euro digitalisiert. Beschlossene Sache ist auch die Anschaffung eines Salzsilos für den Bauhof (ca. 30 000 Euro). Von der Stadt Aichach erhielt der Schulverband Kühbach die Zusage, dass die erforderlichen Hauptschulverbünde zwischen Aichach und Kühbach einen so genannten Schulverbund eingehen können. Im kommenden Jahr erhalten alle Haushalte einen neuen Ortsplan. Weiter erfreulich: Die Maxigruppe wird gut angenommen und hat sich bestens bewährt.

„Wir wollen aber auch in Zukunft den finanziellen Spielraum nicht überreizen. Unsere Devise lautet: Sparen, aber trotzdem investieren“, so ein zuversichtlicher Bürgermeister. Und: „Die Gemeinde Schiltberghat nicht dazu beigetragen was die hohe Neuverschuldung der öffentlichen Hand anbelangt“. Im Weilachtal sinkt nämlich der Schuldenstand kontinuierlich und beläuft sich derzeit nur noch auf 250 000 Euro. Ende 2005 standen noch Darlehen von über 600 000 Euro zu Buche.

Zweiter Bürgermeister Peter Kellerer dankte Josef Schreier für die hervorragend geleistete Arbeit. „Wir könnten uns keinen besseren Bürgermeister wünschen. Es ist vor allem sein Verdienst, dass wir so gut dastehen“, lobte ein erfreuter Kellerer.

Im Anschluss an die Bürgerversammlung zeigte Gemeinderat Kaspar Wörle aus Allenberg mittels Beamer eine Reihe von Fotos vom öffentlichen Leben und von Baumaßnahmen im Gemeindebereich, die Bürgermeister Josef Schreier kommentierte.



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Veröffentlicht am 01.11.2010 17:46 Uhr




 

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