Rehling    

Betreuung wird teurer

Rehling (at) Bevor die Jahresrechung 2011 angesprochen wurde, befasste sich der Gemeinderat mit einem Thema das bereits auf derr Klausurtagung des Gemeinderates vor einigen Wochen diskutiert worden war: die Kostensituation in der Kindertagesstätte „Arche Noah“. Einstimmig beschloss der Gemeinderat am Donnerstag eine Gebührenanpassung für die Betreuung und das Spielgeld.

Bürgermeister Alfred Rappel erläuterte und begründete ausführlich die vorgeschlagene Erhöhung. Sie sei einmal aufgrund der allgemein steigenden Ausgaben und auch wegen der erhöhten Anforderung an das Spielmaterial nötig.

Die Gebühren für die Betreuung werden demnach zum 1. September 2012 für alle drei Altersgruppen angepasst. Der Monatsbeitrag für Krippen- und Hortkinder wird je Betreuungskategorie um jeweils 10 Euro steigen, für die Kindergartenkinder beträgt die monatliche Erhöhung 5 Euro. Auch das Spielgeld wird einheitlich um 5 Euro je Betreuungskategorie abgehoben. Hier lag der Satz für die Hortgruppe bislang bei 2,50 Euro monatlich, auch er wird auf 5 Euro angehoben.

Wie Rappel betonte, fallen wegen der großen Altersspanne der Hortkinder (sechs bis zehn Jahre) im Verhältnis zu den kleineren sogar höhere Aufwendungen für Spielmaterial an, was diese Anpassung durchaus rechtfertige.

Das Haushaltsjahr 2011 war laut Jahresrechung für die Gemeinde Rehling finanziell ein sehr gutes Jahr mit der bisher höchsten Gewerbesteuereinnahme aller Zeiten. Als Einnahmen geplant waren 465 000 Euro, am Ende kamen 693 706 Euro in die Gemeindekasse. Auch die Einkommensteuerbeteiligung lag mit 1,03 Millionen Euro um 70 000 Euro über der Planung. Die Schlüsselzuweisung betrug 223 000 Euro.

Die Zuführung an den Vermögenshaushalt war mit 634 739 Euro doppelt so hoch wie zum Jahresbeginn angenommen und noch besser sieht es aus bei der Zuführung zu den Rücklagen aus: hier hatte der Kämmerer vorsichtig 65 000 Euro angesetzt und nun steht hier eine Summe von 722 930 Euro.

Ein Wermutstropfen allerdings sind die gestiegenen Ausgaben bei der Kreisumlage, die heuer auf geschätzte 860 000 Euro steigen wird. Zudem fällt die Schlüsselzuweisung mit 134 000 Euro geringer aus als in den vergangenen Jahren.

„Und dieses Minus frisst die Mehreinnahmen der Einkommensteuerbeteiligung leider wieder vollständig auf“, so Rappel.


Veröffentlicht am 22.01.2012 17:37 Uhr


 

Drucken   Speichern   Senden    Leserbrief   Kommentieren


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingelogged sein!
Benutzername  
Passwort