Rehling    

Anton Kienle leitet den Musikverein

Rehling (at) Der positive Aspekt bei der Generalversammlung des Musikvereins Rehling am Samstag war die Tatsache, dass der Verein mit einer neuen, ziemlich veränderten Vorstandschaft gestärkt in die Zukunft blicken kann. Vor Versammlungsbeginn war das noch zweifelhaft und man befürchtete, dass dieser Traditionsverein am Ende ohne Führung da stehen würde, nachdem einige Rücktritte in der Führungsspitze angekündigt waren.

Im Laufe der Versammlung war nicht zu übersehen, dass es innerhalb der Führungsmannschaft Spannungen gibt. Schon im Vorfeld war bekannt geworden, dass Vorsitzender Michael Haberl sein Amt nach neunjähriger Tätigkeit abgeben würde. Auch seine Frau Michaela verzichtete auf die Wiederwahl als Schriftführerin und die Beisitzerinnen Carolin Moser und Erika Sturm stellten sich ebenfalls nicht mehr zur Verfügung.

Dass es trotzdem gelang, eine komplette Führungsmannschaft zu finden, war Verdienst der Wahlleiterin, der zweiten Bürgermeisterin Inge Gulden, und einiger Mitglieder, die es schafften, dass dieser Rehlinger Musikverein eine Zukunft hat und die Ausbildung von Jungmusikern verstärkt gefördert werden soll.

Der neue Vorsitzende heißt Anton Kienle und ist langjähriger aktiver Musikant. Er spielt Tuba. „Wir können doch jetzt nicht alles aufgeben, was wir in den vielen Jahren aufgebaut haben“, sagte er und nahm die Wahl an. Unverändert blieb der Stellvertreter Andreas Kober. Ebenfalls unverändert ist der Posten des Kassiers mit Siegfried Pöpperl. Neu im Amt ist Melanie Neukäufer als Schriftführerin, als Notenwart wurde Monika Lentscher gewählt und auch die vier Beisitzer sind neu: Daniel Hehnle, Alois Baur, Patrick Burnhauser und Karin Kienle. Somit sind acht der neun Vorstandsposten mit aktiven Musikanten besetzt.

Im Hinblick auf die anstehenden Neuwahlen waren auch die Berichte der Vorstandschaft sehr gestrafft gehalten. Michael Haberl blickte auf die wichtigsten Aktivitäten des Vereins, dem derzeit 172 Mitglieder angehören, zurück. Höhepunkt des vergangenen Jahres war der Ausflug nach Bauen zum 50-jährigen Bestehen des dortigen Musikvereins. Aber auch in der Region konnten die Rehlinger Musikanten mehrmals ihr Können unter Beweis stellen, so beim Stadtfest in Aichach oder beim Schernecker Brauereifest.

Die Chronik vervollständigte Schriftführerin Michaela Haberl, die alle Veranstaltungen und Auftritte der Musiker noch einmal Revue passieren ließ. Nicht ganz so positiv war der Kassenstand, den Siegfried Pöpperl ausführlich darlegte, denn das Vereinsjahr schloss diesmal mit einem Minus ab, was vielleicht auch an der Tatsache liegt, dass im letzten Jahr kein Fest stattgefunden und für Zusatzeinnahmen gesorgt hat.

Dirigent Gerhard Haltmeir war mit den Auftritten seiner Blaskapelle zwar sehr zufrieden, übte aber scharfe Kritik an der nachlassenden Probenbereitschaft und daran, dass manche den Proben einfach unentschuldigt fern bleiben. Von 17 aktiven Musikanten fehle oft die Hälfte.

Momentan hat der Musikverein zwölf Kinder, die Blockflöte, Flügelhorn oder Klarinette lernen. Hier müsse und werde sich etwas ändern, betonte der Dirigent. Die Ausbildung von Jugendlichen müsse stärker gefördert werden. Haltmeir will das traditionelle Kaffeekonzert wieder aufblühen lassen, wenn möglich künftig mit einer Gastkapelle, wie zuletzt mit Aindling praktiziert.

Als eine seiner letzten „Amtshandlungen“ durfte der scheidende Vorstand Michael Haberl noch Mitglieder ehren, die seit zehn Jahren dabei sind. Von den zehn Jubilaren Katja Aschenmeier, Anton Felber, Georg Felber, Martin Gschossmann, Helmut Krämling, Michael Limmer, Florian Pfaffenzeller, Tanja Raschke, Hedwig Senger und Wolfgang Senger waren jedoch nur drei anwesend.

<p>Anton Kienle leitet jetzt </p>
<p>den Musikverein </p>


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Veröffentlicht am 06.02.2011 16:00 Uhr




 

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