Rehling    

Windräder sind nicht erwünscht

Rehling – Der Rehlinger Gemeinderat ist seit letzten Donnerstag wieder komplett. Nach dem Wegzug von Martina Müllegger ist der nächstfolgende Kandidat auf dem Listenplatz der „Bürger für Rehling“, Anton Rutka, bei der jüngsten Gemeinderatssitzung durch Bürgermeister Alfred Rappel vereidigt worden.

<p>Windräder sind </p><p>nicht erwünscht </p>

Dem 46-jährigen Betriebsschlosser wurde gleich eine „Sonderaufgabe“ übertragen, die bislang seine Vorgängerin Martina Müllegger innehatte. Rutka ist nun der neue Jugendbeauftragte und soll zwischen den Jugendlichen und dem Gemeinderat ein Bindeglied sein.

Große Arbeiten stehen in naher Zukunft bei der Grundschule in Rehling an. Zur Schaffung eines zweiten Rettungsweges sollen am Westgiebel in den beiden Etagen Notausgangselemente und eine Fluchttreppe eingebaut werden. Auch die Ausgangstüre des Kellers musse erneuert werden, und die Fassade soll einen neuen Anstrich erhalten. Auf 63 000 Euro bezifferte Architekt Rudi Ziegler die dafür notwendigen Ausgaben.

Ohne Gegenstimme blieb der Beschluss zur Errichtung einer Fotovoltaikanlage mit der Erneuerung der Dacheindeckung auf dem Schulgebäude. Wegen der Zuschüsse und er Einspeisvergütung müsse die Maßnahme bis Ende Juni fertig sein, erklärte Bürgermeister Rappel. Die Investitionskosten für diese Fotovoltaikanlage wurden mit rund 75 000 Euro berechnet, doch sieht die Gemeinde bei den für die Dauer von 20 Jahre noch zu erwartenden Einspeisevergütungen ein durchaus lukratives und gutes Geschäft für die Gemeinde. Die Verschalung des Dachstuhls mit Holz kostet rund 40 000 Euro. Die Umbauten sind in den Osterferien geplant.

Um den Fortschreibungsbedarf des Regionalplanes zur Nutzung der Windenergie ging es im nächsten Tagesordnungspunkt. In diesem Plan ist der Gemeindebereich von Rehling zum Großteil als Ausschlussfläche dargestellt. Lediglich östlich der Linie Allmering-Gamling ist eine so genannte weiße Fläche dargestellt. Wegen der nahe gelegenen Siedlungen und deren Umgebung dürfte aber auch diese Fläche für Windräder nicht in Frage kommen, da solche Flächen den Ausschlussgebieten gleichzusetzen sind. Einhellig war das Gremium der Meinung, dass in diesem Plan keine Änderung der Darstellung von Vorrang-, Vorbehalts- oder Ausschlussflächen im Regionaplan gewünscht wird.

Zur neuen Standesbeamtin für den Standesamtsbezirk Rehling ist ab 1. Februar die Verwaltungsangestellte Verena Lichtenstern bestellt.

Als Rechnungsprüfer für das Rechnungsprüfungsjahr 2010 wurden Waltraud Kistler, Erich Lachenmayr, Hubert Limmer und Karl Lindermeir benannt.

Zwar gab es bei der letzten Bürgerversammlung einige Wortmeldungen, doch wie Rappel feststellte, ist keine zu behandeln.

Das gemeindliche Einvernehmen erteilt wurde dann einer Reihe von Bauanträgen, die auf der Tagesordnung standen: Hier ging es einmal um einen Wohnhausneubau in der Sankt Vitus-Straße in Oberach, um die Errichtung einer Fotovoltaikanlage mit Solaranlage, zudem die Errichtung eines Gartenhauses und die Erweiterung der Terrasse an einem Wohnhaus in Sägmühl, weiter um den Bauantrag zum Einbau von Dachgauben an einem Wohnhaus ebenfalls in Sägmühl und um den Bau eines Wintergartens in Rehling in der Hambergstraße.

Von Josef Abt



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Veröffentlicht am 21.01.2011 16:40 Uhr




 

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