Rehling    

TSV will vom Dach profitieren

Rehling (at) Ein Jahr mit sehr wichtigen und zukunftsträchtigen Entscheidungen hat der TSV Rehling hinter sich. Dies wurde auf der Hauptversammlung des Vereins noch einmal thematisiert. Die Sanierung des Sportheimdachs – verbunden mit der Investition für eine Fotovoltaikanlage – stand dabei zweifellos im Mittelpunkt. Wie TSV-Vorsitzender Erich Lachenmayr den Mitgliedern berichtete, sei die Anlage so rechtzeitig fertig geworden, dass man sich die erhöhte Einspeisevergütung des Jahres 2010 gesichert habe – ans Netz werde man voraussichtlich am 17. Januar gehen.

Die Entsorgung des alten Sportheimdachs – die Sanierung war durch Wassereintritt unumgänglich geworden – schlug im vergangenen Jahr mit 87 000 Euro zu Buche, wovon die Gemeinde 17 600 Euro übernahm.

Mit den Einnahmen aus der Einspeisevergütung sollen die anstehenden Sanierungsmaßnahmen des Sportheims nach und nach finanziert werden – darunter die Duschen oder die Mietwohnung im Sportheim. In dem Zusammenhang fiel immer wieder der Name Georg Witzenberger. Der Platzwart des TSV, sei jeden Tag auf dem Sportgelände „und kann einfach alles kann und weiß auch alles“, so Erich Lachenmayr. Neben dem Sportheim halte dieser auch die Fußballplätze in Schuss und bringe sich, falls erforderlich, auch bei der Tennisanlage oder bei den Stockschützen ein.

Auch gesellschaftliche Veranstaltungen erwähnte der Vorsitzende in seinem Rückblick, so den Faschingsball, die Maiandacht oder das überaus gelungene Weinfest. In seinen Dank an seine Vorstandskollegen und die Abteilungsleiter flocht Lachenmayr eine Personalie ein: Andrea Will, seit neun Jahren Chefin der Abteilung Fitness, habe sich beruflich verändert und musste das Ehrenamt aufgeben. Ihre Nachfolgerin ist seit kurzem Ingrid Buchner, die von Gertrud Dietz unterstützt wird.

Über die finanzielle Situation beim TSV Rehling gab anschließend Markus Eberwein einen detaillierten Überblick. Die Zahlen zeigten, dass trotz der hohen Investitionen fürs Dach die Tilgung der „Altlasten“, also die Verbindlichkeiten vom Sportheimbau, durch die zu erwartende Einspeisevergütung besser als bisher geschultert werden können. Aufgrund der hohen jährlichen Stromkosten – rund 13 000 Euro – hat sich die Vereinsführung für eine Beitragserhöhung ausgesprochen. Die letzte Erhöhung der Mitgliederbeiträge beim TSV Rehling war im Jahr 2006, so Lachenmayr, und seit damals habe sich die Strompreis um 50 Prozent erhöht.

Die Erhöhung falle allerdings moderat aus „und daher bedarf dies eigentlich gar keiner Diskussion“, wie Bürgermeister Alfred Rappel meinte. Es handele sich eher um eine Anpassung der Beträge. Prompt gab es keine Gegenstimme. Demnach steigt der Jahresbeitrag für Erwachsene um zwei auf nunmehr 50 Euro, für Familien werden vier Euro mehr auf nun 100 Euro im Jahr fällig. Ebenfalls um je zwei Euro jährlich steigt der Beitrag für Schüler bis 14 Jahre (auf 26 Euro) und Jugendliche von 14 bis 18 Jahren (auf 32 Euro). Der Ehegattenbeitrag wird umgestellt auf den Erwachsenentarif, also auch auf 50 Euro und schließlich soll der Spartenbeitrag für alle erwachsenen Fußballer einheitlich 36 Euro im Jahr betragen.

Abschließend ergriff auch Bürgermeister Alfred Rappel das Wort. Er halte die Dachsanierung für richtig, denn eine eigene Sporthalle sei für den TSV von großer Bedeutung. Rappel verteidigte auch noch einmal den mit 20 Prozent bewilligten Zuschuss der Gemeinde für diese Dacherneuerung (in der Regel bekommen Vereine nur zehn Prozent für Baumaßnahmen), „aber dies war etwas ganz Besonderes, denn diese Halle dient auch der Allgemeinheit und anderen Ortsvereinen für spezielle Veranstaltungen.“ Übrigens hatte die Gemeinde Rehling auch die Bürgschaften für alle Darlehen des TSV bei den aktuellen Baumaßnahmen übernommen, was dem TSV deutlich günstigere Darlehenszinsen beschert, und somit indirekt einen weiteren Zuschuss bedeutet.



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Veröffentlicht am 18.01.2011 15:49 Uhr




 

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