Abschied mit Wehmut
Rehling/Stotzard (at/oll) Er war zwar nicht der offizielle Geistliche der Pfarrei Rehling, sprang aber gerne ein, wenn Not am Mann war. Die Rede ist von Professor Dr. Thomas Schwartz, der seit fast zehn Jahren zusammen mit seinen Eltern in Stotzard wohnte und nun zum 1. September eine Pfarrerstelle in St. Michael in Mering antreten wird.
Man hatte sich richtig gewöhnt an den „Pfarrer Schwartz aus Stotzard“, der besonders bei den Jugendlichen und Kindern ob seiner fröhlichen und ungezwungenen Art sehr beliebt war. Obwohl Schwartz nur als „Aushilfspfarrer“ tätig war, hatte sich die Kirchenverwaltung samt Pfarrgemeinderat entschlossen, dem Geistlichen einen würdigen Abschied zu erweisen. Dazu fand am Samstagabend ein Festgottesdienst statt, bei dem Prof. Dr. Thomas Schwartz noch einmal die heilige Messe zelebrieren und seine letzte Predigt halten durfte.
Die große Schar der Ministranten nahm mit etwas Wehmut Abschied von einem Pfarrer, „der nicht nur wegen seiner Titel, sondern vor allem wegen seiner freundlichen, aufgeschlossenen und menschlichen Art hohes Ansehen bei den Ministranten genoss“, so Katrin Haberl, die Sprecherin der Ministranten. Von jedem der 23 „Minis“ einschließlich Mesnerin Sieglinde Limmer erhielt Schwartz dann eine Sonnenblume überreicht.
Auch in Stotzard wurde der beliebte Geistliche am Wochenende verabschiedet. Welch einen Platz sich der leutselige Professor im Herzen der Stotzarder erobern konnte, machten der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Roland Brandmeir und das Pfarrgemeinderatsmitglied Martin Lechner deutlich. Letzterer verabschiedete Dr. Schwartz mit den Worten: „Alles Gute wünsche ich dir als Freund und Nachbar.“
Veröffentlicht am 29.08.2010 14:57 Uhr
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