Rehling    

Favoriten siegen in der Seifenkiste

Rehling/Au - Sie haben es im Vorfeld schon angekündigt, dass sie heuer wieder um den Titel beim Auer Seifenkistenrennen kämpfen werden: der Titelverteidiger in der Klasse U 18, David Happacher, und sein stärkster Kontrahent Benedikt Bachmeir, im letzten Jahr auf Rang drei. Es waren keine leeren Versprechen. David Happacher war wieder einmal der Schnellste. Benedikt Bachmeir landete zeitgleich mit Johannes Lindermeier auf dem zweiten Platz, Dritter wurde auf einem Bobbycar Noah Stiegelmeier, sogar mit eingegipsten Arm. Auch in der Klasse über 18 Jahren konnte der Vorjahressieger Herbert Becker aus Au seinen Titel verteidigen.


Am Auer Berg herrschte wieder das erwartete Spektakel. Vor dem Start blickten die Verantwortlichen mit Sorgenfalten im Gesicht in den Himmel. Nasser Asphalt wäre zu riskant. Dann wären die aufwendigen Vorbereitungen - die Sicherheitsmaßnahmen am Berg, wo unzählige Strohballen die Strecke sicherten. Lautsprecheranlagen, Start-, Ziel- und Zwischenstationen, Essen und Trinken - für die Katz' gewesen. Aufgrund der Witterung wurde der Start um eine halbe Stunde verschoben. Allerdings reichte das gute Wetter nur für einen Durchgang.
Bei Carolin Sturm am Start meldeten sich 14 Fahrer an. Das waren zwei weniger als im Vorjahr. Am "Starterlager" wurden von den zahlreichen Besuchern die Gefährte bestaunt. Vielfach waren es abgewandelte Bobbycars oder Kettcars. Über die Lautsprecher an der Rennstrecke erhielten die Zuschauer alle wichtigen Daten zu den einzelnen Startern. Moderiert wurde dies von Justin Kaiser und Daniel Hauser. Einige hundert Zuschauer säumten die Rennstrecke, einige hatten sich mit Bierzeltgarnituren, Kaffee und Kuchen, andere auf Decken unter Obstbäumen niedergelassen. Heuer gab es zum ersten Mal zwei Zwischenstationen, an denen die Fahrer einen Stopp einlegen mussten. Zuerst wurde die Geschicklichkeit bei einem Eierlauf getestet, an der zweiten Station musste mit einem Spezialhammer ein Nagel eingeschlagen werden. Von dort ging es dann den Berg runter über die scharfe S-Kurve Richtung Soccerpark und dem Ziel am Ortseingangsschild von Au. Gerade im unteren Abschnitt hatten die Fahrer recht beachtliche Geschwindigkeiten drauf. Großen Applaus erhielten zwei Bobbycar-Fahrer, die furchtlos auf ihrem Mini-Gefährt die Strecke meisterten.
Robert Forster hatte sich in den vergangenen Monaten ein ganz besonderes Stahlgefährt ausgedacht und aus Aluminiumprofilen zusammengeschraubt. Entstanden ist ein ganz flaches Fahrzeug, vorne drauf ein silberner Totenkopf. Man saust damit liegend den Berg hinunter. Einige kreative Fahrzeuge gab es auch zu bewundern. Die Blicke zog besonders der rote Ferrari mit Haifischmaul, den der Auer Christoph Jakob steuerte, auf sich. Er bekam dafür auch den Pokal für das kreativste Gefährt.
Auch heuer ging das Rennen wieder ohne Unfälle über die Bühne. Nach dem ersten Durchgang setzte Dauerregen ein. Teilnehmer und Zuschauer flüchteten sich in die Feldscheune der Familie Jakob, wo man sich bei Getränken und Grillwürstl stärken konnte. Die Siegerehrung übernahmen dann Carolin Sturm und Daniel Hauser.

Von Josef Abt
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Veröffentlicht am 16.07.2018 23:00 Uhr




 

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