Rehling    

Funkantennen auf dem Salzerberg

Rehling - Der geplante Tetra-Funkmast im Ortskern von Rehling konnte durch den massiven Widerstand in der Bevölkerung abgewehrt werden, jetzt kommt möglicherweise am östlichen Ortsrand ein 35 Meter hoher Mast zum Bestücken mit Mobilfunkantennen.


Seit Monaten schon suchen die Deutsche Telekom und Vodafone im Ortskern von Rehling einen neuen Standort für ihre Mobilfunkantennen. Dies ist notwendig, da der bisherige Vermieter der Dachflächen in der Raiffeisenstraße seinen Vertrag gekündigt hat. Die beiden Mobilfunkanbieter haben bislang vergeblich um ein Gebäudedach oder auch ein Grundstück im Ortskern von Rehling geworben. Jetzt gibt es möglicherweise durch die Gemeinde eine Lösung für einen Mast östlich der Ortschaft. Dem Gemeinderat lag bei seiner jüngsten Sitzung eine Anfrage der Deutschen Telekom vor zur Anmietung eines gemeindlichen Grundstückes auf dem "Salzerberg", eine Anhöhe westlich der Ortschaft Richtung Hort. Die Entfernung von diesem rund 35 Meter hohen Mast zur nächsten Bebauung (Baugebiet Am Hort und dem Ortsteil Allmering) beträgt etwa 525 Meter. "Bei dieser Entfernung zum Ort ist eine gerade noch ausreichende Versorgung mit Mobilfunk zu erwarten", heißt es in einem Schreiben. Wegen der großen Entfernung ist die Versorgung nur mit diesem hohen Mast zu lösen. Nach Aussage der Telekom wird damit der Hauptort versorgt, Probleme könnte es aber durchaus geben bei der Versorgung von Oberach und Unterach. Deshalb befürchteten einige Gemeinderäte den Bau weiterer Masten
Der Gemeinderat stimmte ohne Gegenstimme zu (11:0 - vier Ratsmitglieder fehlten entschuldigt), das Grundstück am "Salzerberg" der Telekom anzubieten. Offen ist aber weiterhin, welche Lösung der Anbieter Vodafone nun plant. Bislang wurde dieser Standort vom Unternehmen als ungeeignet eingestuft. Trotzdem will Telekom nun nach der positiven Zusage durch die Gemeinde der Vodafone eine Mitbenutzung anbieten.

Zufahrt zur Kläranlage: In Kürze fertiggestellt werden soll die neue gemeindliche Kläranlage in Unterach. Nun muss auf Forderung der Abfallwirtschaft des Landkreises die Zufahrtsstraße asphaltiert werden, um vor allem im Winter den Abtransport der vollen Tonnen zu bewerkstelligen. Nun soll die Verwaltung prüfen, ob man nicht auch den Sieberweg bis zur Einmündung der Straße "Am Mühlanger" aus Kostengründen gleich mitmachen kann. Allerdings müssen dafür noch Planungen für die Straßenentwässerung und die Angleichung der Hofeinfahrten erstellt werden. Der Einweihungstermin der Kläranlage wurde vom 16. September auf den 7. Oktober verschoben.

Kein Bedarf für E-Ladesäule: Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie hat über das Landratsamt einen aktuellen Aufruf zur Förderrichtlinie "Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge in Bayern" gestartet. Dazu können noch bis zum 20. Juli Anträge eingereicht werden. Ein Bedarf für eine solche Ladestation für die Gemeinde Rehling wurde aber im Gremium nicht als zwingend notwendig gesehen. Von einem Antrag wurde abgesehen.

Bauangelegenheiten: Zustimmung durch den Gemeinderat erhielt zudem ein Bauantrag in der Langweider Straße 9a in Oberach für ein Einfamilienhaus mit Garage. Zu entscheiden hatte der Gemeinderat auch noch über den Antrag einer Bauherrin zur Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 8 "Am Riedweg" für die Errichtung eines Sichtschutzzaunes im Riedweg 1a in Oberach. Hier hat ein Nachbar seine Unterschrift verweigert. Diese Zustimmung wollte der Gemeinderat nicht ersetzen. Die Regeln gelten, der Zaun darf nicht gebaut werden. Über einen Tekturantrag der Sturm Wohnbau GmbH für die Wohnanlage in der Bergstraße, der 2016 genehmigt wurde, hatte der Gemeinderat zu entscheiden. Die Außenmaße bleiben unverändert, es wird lediglich eine geringfügige Änderung bei der Innenaufteilung vorgenommen. Zudem sind Änderungen an der Fassade durch andere Fenster geplant. Das wurde genehmigt.

Glasfaser: Alle Rehlinger Haushalte mit Glasfaserkabel zu erschließen, würde von 4,5 Millionen Euro kosten, dafür gäbe es einen Zuschuss von 50 Prozent. Erst einmal abwarten, war die Devise im Gemeinderat.

Badesee: Klaus Jakob berichtete, dass das Schild am Auer Badesee mit der neuen Badeordnung abmontiert wurde.

Baumfällung: Keinerlei Unstimmigkeiten gibt es zwischen der Gemeinde und einem Besitzer eines gefällten Baumes an der Auer Bergstraße, wie Bürgermeister Rappel auf Nachfrage von Klaus Jakob versicherte.

Naturschutz: Einem mit anwesenden Zuhörer bei der Sitzung (Michael Wintermayr) wurde versichert, dass man im neuen Baugebiet bei der Schule vermehrt Grünflächen, auch mit blühenden Blumen, anlegen werde

Von Josef Abt


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Veröffentlicht am 13.07.2018 23:00 Uhr




 

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