Pöttmes    

Weigl-Prozess ist zu Ende

Augsburg/Pöttmes – Gestern fielen überraschend die Urteile im Prozess um den Pöttmeser Unternehmer Franz Josef Weigl. Die drei verbliebenen Angeklagten wurden nach Absprachen schuldig gesprochen. Weigl wurde zu zwei Jahren und sechs Monaten und einer Geldstrafe von 700 Tagessätzen a zehn Euro verurteilt. Seinem Sohn wurde letztlich nur fahrlässiger Bankrott angelastet, was ihm ein Jahr und drei Monate auf Bewährung einbrachte. Rudi Eitelhuber trifft es eigentlich am härtesten, zumindest finanziell. Er muss 750 000 Euro bezahlen und bekam eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung aufgebrummt. Damit folgte das Gericht den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Weigl, sein Sohn und Eitelhuber legten umfassende Geständnisse ab, was den Prozess enorm verkürzte.

<p>Weigl-Prozess ist zu Ende </p>

Auf den Tag genau vor einem Jahr ist Franz Josef Weigl bei einer groß angelegten Razzia festgenommen worden. Heute darf er seinen ersten Tag in Freiheit verbringen. Denn noch schneller als erwartet nahm der Prozess mit anfangs fünf Angeklagten vor dem Landgericht Augsburg sein Ende.

Dass das Verfahren auf einen Deal hinausläuft, zeichnete sich bereits an den letzten Verhandlungstagen ab. Nach einem schleppenden Beginn, etlichen Beweisanträgen, vor allem von Franz Josef Weigls Anwälten, und verschobenen Terminen stellten sich die Beteiligten auf einen langen, komplizierten Gerichtsprozess ein. Die Zweite Strafkammer unter Vorsitz der Richterin Dr. Dorothee Singer war zunächst nicht zu Verhandlungsgesprächen bereit. Als sich das änderte, kam Tempo in das Verfahren.

Für Weigls ehemaligen Geschäftspartner Rudi Eitelhuber schlug Ballis wegen Beihilfe zum Bankrott ein Jahr und zehn Monate auf Bewährung vor sowie 750 000 Euro (500 000 Euro Rückgewinnungshilfe für die Insolvenzsumme und 250 000 Euro Wertersatzverfall, der letztlich in die Staatskasse fließt). Sein Verteidiger hielt ein Jahr und acht Monate für vertretbar.

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Veröffentlicht am 15.07.2014 18:24 Uhr




 

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