Pöttmes    

Schwierige Bauvorhaben in Pöttmes

Pöttmes - Mehrere Bauvorhaben, die zum Teil abgelehnt wurden, bereiteten dem Pöttmeser Gemeinderat am Dienstagabend Kopfzerbrechen.

Damit ein Schreinerbetrieb in der Scheune an der Augsburger Straße in Pöttmes eingerichtet werden kann, haben Peter und Simone Sturm auf eigenen Wunsch ein Bebauungsplanverfahren auf den Weg gebracht. Dazu wurde der offizielle Aufstellungsbeschluss gefasst. Es darf angenommen werden, dass sich die Bauherrn an die Vorgaben des von ihnen gewünschten Bebauungsplans halten - anders als die Firma Sarauer, die ein Mehrfamilienhaus Am Galgenfeld in Pöttmes errichten will. Dafür war ebenfalls ein eigener Bebauungsplan nach den Wünschen des Bauherren genehmigt worden. Dass diese nun eine Befreiung von den Festsetzungen ihres eigenen Bebauungsplans beantragten, sorgte für großes Kopfschütteln im Gemeinderat. Man kommt mit dem Baufenster nicht zurecht, weil überdachte Balkone es um 1,40 Meter überschreiten. Mehrere Gemeinderäte waren der Ansicht: Das geht gar nicht. Beschwichtigend griff Bürgermeister Franz Schindele ein, der darlegte, dass das größere Baufenster bestimmt genehmigt worden wäre, wenn die Firma Sarauer es so beantragt hätte. "Da kann man nur darüber lachen und ansonsten drüberstehen", fand auch Thomas Huber (Bürgerblock). Mit knappen 9:8 Stimmen wurde die Überschreitung der Baugrenze genehmigt.
Kein Einvernehmen gab es für Hedwig Degenmeier, die eine Gewerbehalle bei der Mittermühle errichten möchte, die ebenfalls außerhalb der Baugrenze liegt. Das gleiche Problem war schon beim Nachbargrundstück aufgetreten und konnte nur mittels einer Bebauungsplanänderung bewältigt werden. Weil diese Änderung schon kurz vor dem Abschluss steht, muss die Antragstellerin nun eine eigene Bebauungsplanänderung beantragen - und bezahlen. Dann kann der Bau aber immerhin realisiert werden.
Mit 14:3 Stimmen war hingegen die Ablehnung einer Bauvoranfrage in Wiesenbach eine klare Sache. Heinrich Gietl will ein Einfamilienhaus am Rand der Ortschaft bauen. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich bereits ein Haus, weshalb es Thomas Golling (Bürgerblock) als denkbaren Lückenschluss gesehen hätte. Das fragliche Baugrundstück liegt allerdings im Außenbereich. Helmut Drittenpreis (CWG) erinnerte zudem daran, dass der Gemeinderat in Wiesenbach Grundstücke gekauft und ein Baugebiet ausgewiesen hat. So sah es die große Mehrheit. Einen Antrag zum Ausbau der Dorf- und der Unterbernbacher Straße verwies der Gemeinderat in den Finanzausschuss. Dort soll die Reihenfolge aller bislang gewünschten Straßenbaumaßnahmen von den Gemeinderäten erarbeitet werden. Reine Formsache war die Bestellung von Manuel Hammerl zum Zweiten Kommandanten der Pöttmeser Feuerwehr.

Von Carina Lautenbacher


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Veröffentlicht am 30.01.2019 23:00 Uhr




 

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