Pöttmes    

Die Welt zu Gast in Zell

Griesbeckerzell - Die Faschingsgesellschaft Zell ohne See feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. "We like to Party" lautet daher ihr Motto in der diesjährigen Saison. Und eine Party der Superlative boten sie am Wochenende dar. Die erste von insgesamt sieben Narrensitzungen im Festsaal der Zeller Narren begeisterte. Knapp sechs Stunden lang wurde getanzt, parodiert und aufs Korn genommen, was das Zeug hielt. Weltpolitiker gratulierten zum Geburtstag.

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An Körpereinsatz mangelt es in der Faschingsgesellschaft niemandem. Faschingsprinz Matthias II. wirft seine Lea I. zusammen mit Hofmarschall Lukas Naßl gekonnt durch die Luft, die Showtanzgruppe entführt die über 200 Gäste mit Hebefiguren in schwindelerregender Höhe nach Afrika, und "Die Gleicha im Hiaslinger Weiha" werfen sich beherzt als Synchronschwimmer in einen Teich aus Turnmatten: mit Einhorn-Bademützen.
Was verrückt klingt, begeisterte die Gäste im vollen Festsaal von Zell ohne See. Erwartungsvoll waren sie zur Premieresitzung am Samstagabend gekommen, wo Präsident Norbert Bachmann und Sitzungspräsident Tobias Buchner sie begrüßten. Sie erwartete ein Abend der Jubiläen. Diverse Mitglieder und Gönner erhielten Orden, unter anderem auch Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann.
Der Bürgermeister, der 2018 noch als tyrannischer und selbstherrlicher "König Klaus" aufs Korn genommen wurde, kam in diesem Jahr ohnehin gut davon.
Gerd Langer, der mit einem Urlaubsbericht der etwas anderen Art das Eis brechen sollte, erzählte von Bierverbot an Sonntagen in Kanada und dem täglichen Wahnsinn des Familienurlaubs an der Adria.
Und auch die Theatergruppe der Zeller Narren nahm sich am Samstag nicht der Stadtpolitik, sondern der Polizei an. In "Alarm für Schindbach 60!" schlenderte Polizist Max "Xare" Kopp durch die fiktive Polizeiinspektion Griesbeckerzell. Zeitunglesen und der Blick auf die Uhr stehen dort auf der Tagesordnung. Schließlich ist um zwölf Uhr mittags Schichtwechsel. Und Fälle löst man prinzipiell nicht.
Teresa May alias Patrick Stief warb für ihren Brexit, Wolfgang "Trump" Kopp machte "America great again", und selbst die schwangere Daniela Stief ließ es sich nicht nehmen, als Kim Yong Un zu gratulieren. Natürlich durften spitze Bemerkungen zum nicht funktionierenden Funkmast auf dem Dach der Zeller Schule nicht fehlen, ehe die Welt zum großen Finale auf der Bühne stand. England, Spanien, sogar Afrika gratulierten.
Der Nigerianer Osawaru Osazee feuerte die Showtanzgruppe mit seinem Gesang an, ehe die Zuschauer auf die spiegelglatten Straßen entlassen wurden. Weitere Bilder in unserer Galerie

Von Bastian Brummer Den ganzen Text lesen Sie in der Montagsausgabe der Aichacher Zeitung.
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Veröffentlicht am 27.01.2019 23:00 Uhr




 

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