Pöttmes    

66 Vereine gratulieren Wiesenbachs Wehr

Wiesenbach - Drei Tage lang feierte die Freiwillige Feuerwehr Wiesenbach am vergangenen Wochenende ihren 125. Geburtstag. Nach dem Empfang des Patenvereins am Freitag und dem Ehemaligentreffen am Samstag waren gestern Gottesdienst und Umzug die Höhepunkte.

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Hoch her ging es an den drei vergangenen Tagen im Pöttmeser Ortsteil Wiesenbach. Die Freiwillige Feuerwehr, gegründet im Mai 1893, feierte ihren Geburtstag mit Festzelt, kleinem Vergnügungspark und zahlreichen Gratulanten.
Die Eröffnung bildete am Freitagabend der Empfang der Nachbarwehr aus Echsheim, die sich nach aufwändigem Bitten als Pate zur Verfügung gestellt hatte und mit einer starken Truppe angereist war. Am früheren Maibaumplatz spielte die Blaskapelle Baar auf, ehe man gemeinsam zum Zelt am Lechlingszeller Weg zog; an diesem Abend schienen beide Orte komplett auf den Beinen zu sein. Wie es sich für einen Brauereichef gehört, zapfte Schirmherr Franz Groß von Trockau spritzerlos an, und nach dem gemeinsamen Prosit mit den Vereinsvorsitzenden, Bürgermeister und Vertretern des Gemeinderats war mit den Bajuwaren Party angesagt.
Der Samstag begann bereits am frühen Nachmittag mit einem Ehemaligentreffen. Dazu waren ehemalige Wiesenbacher aus Nah und Fern eingeladen, was für manches Hallo sorgte. Auch die Festdamen der früheren Feuerwehrjubiläen erhielten eine kleine Ehrung. Bei lauen Abendtemperaturen zeigte sich das Festzelt am Abend zum Gastspiel von Klostergold bestens besucht. Einige Vereine hatten ihren Besuch auf den Samstag gelegt, sodass sich unter den Besuchern auch viele Uniformträger fanden.
Auch wenn es bei Partystimmung ziemlich spät wurde: Der Sonntag begann nicht nur für die zehn Festdamen ziemlich früh. Schließlich sollte für den Empfang der 66 Gastvereine von der Breze und Weißwurst bis hin zur Akustik im Zelt alles reibungslos klappen. Tatsächlich leisteten die Aktiven um Vorsitzenden Alwin Wagner (nach einem Skiunfall immer noch in seiner Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt) und seine neun Herren und vier Damen des Festausschusses ganze Arbeit.
Pfarrer Klemens Kiser ging in der Predigt des Gottesdiensts, den er zusammen mit dem kurz vor der Priesterweihe stehenden Diakon Tobias Seyfried zelebrierte, auf das Motto der Wehr ein. "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" beinhalte die beiden Hauptgebote des Glaubens: Gottesliebe und Nächstenliebe. Als Schutzpatron der Brandschützer gilt der heilige Florian. Er sei Beispiel gelebten Glaubens und wie er scheue die Feuerwehr keine Gefahr, wenn es gelte, Leben, Hab und Gut des Nächsten zu retten. Der Gottesdienst endete mit der Segnung der Fahnenbänder und dem gegenseitigen Gruß der beiden Fahnen aus Wiesenbach und Echsheim, getragen von Josef Sturm und Anton Seyfried. Zur Ehrung der Verstorbenen Mitglieder machten sich der Jubelverein und die Paten auf den Weg zum Kriegerdenkmal, um dort einen Kranz niederzulegen. In ihren Grußworten gratulierten die politischen Vertreter und die Kreisführung. Der Schirmherr hob die gute Nachbarschaft mit Baar hervor.
Nach dem Mittagstisch hieß es Aufstellung nehmen zum Umzug. Acht Musikkapellen begleiteten die Wiesenbacher Wehr und 66 Gastvereine auf ihrem recht langen Weg durch den Ort. Dunkle Wolken am Horizont sorgten zwar für angenehme Temperaturen, ließen am Ende des Festzuges aber auch einige Regentropfen fallen. Für ihre schwere Arbeit beim finalen Fahneneinzug durften sich die Fähnriche am Ende noch eine Freimaß beim Schirmherrn abholen, ehe das Programm mit der Übergabe des Erinnerungsgeschenks schon Richtung Ausklang lief. Erst am Ende des Festumzuges gab es ein paar Regentropfen

Von Wilhelm Wagner


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Veröffentlicht am 11.06.2018 09:33 Uhr




 

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