Petersdorf    

Norovirus legt Kindergarten lahm

Alsmoos (vga) Ruhig ist es in diesen Tagen im Alsmooser Kindergarten: Statt spielender Kinder ist das Personal bewaffnet mit Putzeimer, Desinfektionsmittel und Handschuhen in der Einrichtung unterwegs: Um dem Noro-Virus beizukommen, bleibt der Kindergarten bis heute geschlossen.

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Nach den Ferien fing es an. Immer wieder wurden Kinder krank, dann erwischte es auch das Personal, zwischenzeitlich war die achtköpfige Krippengruppe aufgrund eines Magen-Darm-Infekts stark dezimiert. Bisher gibt es im Alsmooser Kindergarten nur einen bestätigten Fall von Noro-Viren. Die Symptome lassen jedoch darauf schließen, dass es mehrere Kinder erwischt hat. Vorsorglich hat der kirchliche Träger zusammen mit dem Personal und den Eltern die Notbremse gezogen: Gestern und heute bleibt der Kindergarten geschlossen, um den Ansteckungskreislauf zu durchbrechen. „Vorgeschrieben wurde uns das nicht, aber wir wollen es mit diesem Cut versuchen“, meinte Leiterin Britta Gebauer.

Normalerweise besuchen den Kindergarten 55 Kinder. Die allermeisten von ihnen blieben gestern zu Hause, nachdem die Leitung in Absprache mit dem Gesundheitsamt beschlossen hatte, einen Schnitt zu machen. Und vor allem sauber: Eimerweise waschen die Mitarbeiterinnen Spielzeug, putzen sämtliche Türklinken, alle Oberflächen und die Möbel. Für diejenigen, die keine Betreuung finden konnten, wurde im bereits gereinigten Krippenraum eine kleine Notgruppe eingerichtet. Doch die Eltern zeigten sich kooperativ, für die meisten Kinder konnte eine Betreuung organisiert werden: „Wir sind eben auf dem Dorf, da hilft man zusammen“, freut sich Leiterin Gebauer über das Verständnis.

An einen derart heftigen Befall können sich die Mitarbeiterinnen in Alsmoos nicht erinnern, dennoch will das Team mit der kurzfristigen Schließung keine Hysterie auslösen – vielmehr gehe es darum, vernünftig mit der Situation umzugehen. Vor Ort war gestern auch ein Mitarbeiter des Aichacher Gesundheitsamtes: Jürgen Küchler gab den Mitarbeiterinnen Tipps, was zu beachten ist. Wichtig sei vor allem auch, dass Eltern es ernst nehmen, wenn ihre Kinder an Durchfall leiden und dies auch dem Kindergarten melden. Immer mal wieder macht der Noro-Virus laut Küchler vor allem in Kindergärten Probleme. Mit dem Wetter allerdings hat die Ausbreitung laut dem Fachmann nichts zu tun – Noro kann ganzjährig auftreten. Sei man betroffen, könne man eigentlich nicht viel tun – außer auf eine optimale Handhygiene zu achten. Küchler empfiehlt, nach jedem Toilettengang und vor dem Essen die Hände ordentlich mit Wasser und Seife etwa 20 bis 30 Sekunden lang zu waschen und mit Desinfektionsmittel zu behandeln. Laut Dr. Michael Hennig, Leiter des Gesundheitsamtes Aichach, sollten das am besten alle Familienmitglieder tun. Etwa zwei Tage nach dem Abklingen der Beschwerden seien Erkrankte nicht mehr ansteckend. Bisher ist laut Hennig im Landkreis keine Noro-Welle in Sicht. Zwar trete das Virus in den Wintermonaten immer verstärkt auf, doch im Dezember waren die Erkrankungs-Zahlen sogar ungewöhnlich niedrig.

Währenddessen waschen die Mitarbeiterinnen im Alsmooser Kindergarten weiter Spielzeug und hoffen, dass sich ab Mittwoch keiner mehr krank meldet...

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Veröffentlicht am 30.01.2012 17:17 Uhr


 

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