Gehweg wird aufgeschlitzt
Obergriesbach – Der Breitbandanschluss für das schnelle Internet in Zahling stellte die Obergriesbacher Gemeinderäte vor ein neues Problem. Die Verlegung der Glasfaserkabel geht nicht so einfach wie geplant.
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Ursprünglich war vorgesehen, die Kabel in die Straßenbeleuchtungsschutzrohre an der Aichacher Straße einzuziehen. Das geht jetzt nicht, weil die über Kreuz laufen. Als Folge hätte man bei jeder Straßenlampe aufgraben, und das Glasfaserkabel neu einfädeln müssen. Wie Bürgemeister Josef Schwegler betonte, wären davon etwa 40 Laternen betroffen. „Die Arbeiten sind viel zu aufwändig und kosten mehr Geld“, erklärte das Gemeindeoberhaupt.
Als Alternative kam ein so genanntes Schlitzfräsen in die Diskussion. Dazu müsste jedoch die Straße aufgerissen werden, „die noch nagelneu ist“, wie Schwegler meinte. Dagegen wehrte sich insbesondere Peter Joder. „Jeder weiß doch, wenn die Straße erstmal aufgerissen ist, geht sie schnell kaputt“. Joder schlug vor, das Schlitzfräsen auf dem Gehweg durchzuführen. Dagegen sprachen sich nur Johann Dallinger und Thomas Higl aus.
Im Frühjahr soll mit den Arbeiten begonnen werden. Die Kabel müssen etwa 40 Zentimeter tief in die Erde verlegt werden. Bereits nach ein paar Tagen soll das Fräsen erledigt sein. Wie Schwegler betonte, wird sich dadurch der DSL-Anschluss in Zahling nicht verzögern. Wenn die Kabel verlegt sind, werden die zwei DSL-Verteilerkästen, einer bei der Kirche, der andere in der Mitte der Aichacher Straße, aufgestellt. „Ab Mitte des Jahres kann gesurft werden“, ist Schwegler zuversichtlich. Die kompletten Anschlusskosten belaufen sich auf 115 000 Euro.
In Zahling rücken demnächst noch weitere Bagger an. Eine Firma aus München macht in Richtung Pfaffenzell Grundwasser- und Aufschlussbohrungen. Gesucht wird nach Sandvorkommen. Die Räte erteilten die Erlaubnis.
„Zurückschneiden oder absägen?“ Die große Weide beim Metzgerwirt hatte nochmals Glück. Mehrheitlich entschied sich das Gremium für das Zurückschneiden. 1954 wurde das Prachtstück gepflanzt. Mittlerweile ist der Baum krank. „Ihn ständig am Leben zu erhalten, kostet der Gemeinde viel Geld“, hob Schwegler hervor. Trotzdem, die Weide darf weiter leben, zumindest bis das nächste Zuschneiden wieder ansteht. Weniger Glück hatte dagegen eine Akazie am Kindergarten in Obergriesbach. Wegen der Verkehrssicherheit fällt sie der Motorsäge zum Opfer. • Grünes Licht für seinen Antrag bekam Xaver Failer, der an der Annastraße in Obergriesbach eine Montagehalle und ein Hackschnitzellager bauen möchte. Allerdings darf die Montagehalle nur zwischen 7 und 20 Uhr angefahren werden und die Straßenbreite von sechs Metern muss durch die Baumaßnahmen erhalten bleiben. • 101 junge Leute betreut der Sportverein Obergriesbach. Pro Jugendlichen gewährt die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von zehn Euro. • Für die Kindertagesstätte Obergriesbach wird ein Laptop mit Drucker angeschafft. Ferner genehmigten die Räte den Kauf einer Wickelkommode. • Die Dorfhelferinnen- und Betriebshelferstation Aichach-Friedberg wird mit 198,60 Euro bezuschusst. Das sind zehn Cent je Einwohner. • „Wir haben nicht viel gefunden. Das ist gut so“, betonte Hubert Wachinger. Unter seinem Vorsitz wurde die Rechnungsprüfung für 2010 durchgeführt. Allerdings mahnte Wachinger an, bei zu zahlenden Rechnungen die Skontomöglichkeiten zu nutzen. • Keine Einwände hatten die Gemeinderäte zum Flächennutzungsplan für Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen der Stadt Aichach. Obergriesbach ist nicht betroffen. Bürgermeister Schwegler glaubt zu wissen, dass die Stadt Friedberg im Bereich Derchinger Forst im Dreieck Affing, Obergriesbach und Dasing ebenfalls Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen ausweisen möchte. Dann sei auch Obergriesbach betroffen.
Von Alfred HaasVeröffentlicht am 25.01.2012 11:35 Uhr
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