Obergriesbach    

Billiglösung oder kompletter Neubau?

Obergriesbach – Wie geht es jetzt eigentlich mit der ehemaligen Schule in Obergriesbach weiter? Dieses Problem sprach Bürgermeister Josef Schwegler bei der Bürgerversammlung am Freitagabend selbst an (wir berichteten). Stefan Wieke und drei weitere Mitstreiter haben sich darüber Gedanken gemacht und entsprechende Vorschläge schriftlich übergeben.

Wie Stefan Wieke auf Anfrage mitteilte, müsse man die Schwierigkeiten „langsam und behutsam“ aus dem Weg räumen. Wieke, Sprecher der kleinen Gruppe, möchte auf jeden Fall vermeiden, dass sich wieder Fronten aufbauen. „Es muss eine einvernehmliche Lösung gefunden werden.“

In dem Schreiben hat die Gruppe im Kern drei Maßnahmen vorgeschlagen, deren Kostenrahmen sich zwischen 80 000 Euro und 1,5 Millionen Euro beläuft. Die billigste Lösung wäre, die Schule in ihrer jetzigen Bausubstanz zu erhalten und lediglich eine neue Heizung einzubauen. Weiter ist daran gedacht, den Kindergarten im Gemeinschaftshaus unterzubringen. „Da gibt es viel Platz und wir könnten die Synergieeffekte nutzen“, betont Wieke.

Eine weitere Alternative wäre ein völliger Neubau im Bereich des Pfarrhauses, der Kirche und der Schlossgaststätte. „Hier stand die Schule ohnehin schon einmal“, erklärt Stefan Wieke. Dadurch würde auch ein Begegnungsraum im Ortskern entstehen. Jetzt müsse man sich jedoch erst einmal klarwerden, „was wir wollen“. Danach soll Schritt für Schritt ein Konzept erarbeitet werden, bei dem mit Informationsveranstaltungen auch die Bürger eingebunden werden sollen.

Bürgermeister Josef Schwegler wollte sich gestern zu den Vorschlägen noch nicht äußern. „Das muss vorher alles mit den Gemeinderäten besprochen werden.“ Eine Lösung, die von den Bürgern, vom Bürgermeister und den Gemeinderäten mitgetragen wird, ist auch für Stefan Wieke „sehr wichtig“.

Wie mehrfach berichtet, wurde mit einem Bürgerentscheid ein Gemeinderatsbeschluss aufgehoben, weil die komplette energetische Sanierung der alten Schule Kosten in Höhe von 1,35 Millionen Euro verschlingen würde. Bei der nächsten Gemeinderatssitzung will Schwegler das Thema Schule erneut auf die Tagesordnung bringen und über die Vorschläge diskutieren.

Von Alfred Haas



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Veröffentlicht am 18.04.2011 17:00 Uhr




 

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