Obergriesbach    

Hundehaltung wird teurer

Obergriesbach – Mit einer Schweigeminute begann am Dienstagabend die Gemeinderatssitzung in Obergriesbach. Die Räte gedachten der kürzlich verstorbenen Gemeinderätin Monika Wördehoff-Krüdelbach. „Die Gemeinde hat ihr viel zu verdanken“, betonte Bürgermeister Josef Schwegler. Sie habe Demokratie gelebt und stets Achtung vor anderen Menschen gehabt.

<p>Hundehaltung wird teurer </p>

Doch das Leben geht weiter. Im Anschluss an die Gedenkminute wurde das neue Gemeindratsmitglied Berthold Schmitt vereidigt. Von seinen Kollegen wurde er mit Applaus empfangen.

Auf der Tagesordnung standen diesmal die Vierbeiner. Knapp 140 Hunde leben in Obergriesbach und Zahling. Für den „besten Freund des Menschen“ müssen Frauchen und Herrchen künftig tiefer in die Tasche greifen. Nach einer kurzen Diskussion beschlossen die Räte, die Hundesteuer moderat zu erhöhen. Künftig müssen für den ersten Hund 30 Euro und für jeden weiteren 60 Euro bezahlt werden. Bisher waren es 25,60 und 51,10 Euro. Die „krummen Beträge“ stammen noch von der Euro-Umrechnung. Auf Vorschlag von Thomas Higl bekommt mit den neuen Steuerbescheid jeder Hundebesitzer einen Leckerli-Knochen mit Tütchen zugesandt. Das soll die Hundehalter auf nette Art daran erinnern, dass sie gemäß Gemeindesatzung die Hinterlassenschaften ihrer Tiere aufzusammeln und wieder mit nach Hause zu nehmen haben. „Wir wollen eine saubere Landschaft“, war sich das Gremium einig.

Gegen eine Erhöhung der Hundesteuer sprach sich lediglich der neue Gemeinderat Berthold Schmitt aus. Auch ihn, einen „fleißigen Spaziergänger“, würden die Hundehäufchen nerven. Aber: „Durch eine Erhöhung der Steuer werden die Häufchen nicht weniger.“ Schmitt schlug vor, die Steuer auf 25 und 50 Euro zu senken. „Damit setzen wir ein Zeichen, dass der Bürger ernst genommen wird“, tat er seine Meinung kund.

Lebhaft diskutiert wurde die Steuer für Kampfhunde, von denen es in der Gemeinde keine gibt. Einige Räte waren der Auffassung, dass dies auch so bleiben solle. „Die wollen wir nicht, die bringen bloß Ärger.“ Josef Pflugmacher sprach sich daher für eine drastische Steigerung aus: „1000 Euro für jeden Kampfhund“.

Zum Vergleich: Bisher mussten für den ersten Kampfhund 204,50 Euro und für jeden weiteren 409 Euro bezahlt werden. Letztlich setzte sich aber mit einer knappen Mehrheit (7:6 Stimmen) Bürgermeister Josef Schwegler mit seinem Vorschlag durch. So kostet künftig jeder erste Kampfhund 250 Euro und jeder weitere 500 Euro.

Von Alfred Haas



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Veröffentlicht am 19.01.2011 17:10 Uhr




 

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