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LG-Oberbayernliga West: Für Alpenrose Rehling wird es eng

Rehling/Gundelsdorf - Nach zwei Niederlagen am vorletzten Wettkampftag in Pobenhausen sind die Rehlinger Luftgewehr-Schützen in der Oberbayernliga West mit 10:14 Punkten auf den vorletzten Platz zurückgefallen. Für Alprenrose wird's eng. Dagegen zieht Tagberg Gundelsdorf nach zwei Siegen in Pobenhausen an der Tabellenspitze verlustpunktfrei (24:0) weiter einsam seine Bahn.

schapfl-preckel

Beim Finale in drei Wochen treffen die Rehlinger in Alberzell auf den Gastgeber und Olching (beide auch 10:14). Es ist mit einem Herzschlagfinale zu rechnen.
In Pobenhausen hatte sich Alpenrose gegen den Gastgeber einen Sieg erhofft. Dieser war auch im Bereich des Möglichen, doch am Ende ging die Heimmannschaft aber mit einem 3:2 bei 1883:1874 Ringen als Sieger von den Ständen. Auf Rangliste eins hatte Pia Schapl gegen Claudia Tyroller mit 380:383 das Nachsehen. Besser lief es für Carolin Limmer auf zwei; ihr reichten 378 Ringe, um Marius Klöckers (373) zu schlagen. Pech hatte dann Johannes Schapfl, der sich auf drei mit nur zwei Ringen weniger Leah Rebecca Grimm geschlagen geben musste. Es war spannend. Dann setzte Angela Schlögl mit 382 Ringen ein Ausrufezeichen und holte gegen Hannah Kreil mit einem Ring mehr den zweiten Punkt für Rehling. Alle Augen waren nun auf das Duell der Ranglistenfünften gerichtet. Hier hatte Rehlings Sportleiter Martin Schapfl der 14-jährigen Melanie Schapfl das Vertrauen geschenkt und sie für ihren zweiten Wettkampf in dieser Liga nominiert. Ihr Gegenüber hieß Rainer Limmer. Schon nach den beiden ersten Serien mit 88 und 83 Ringen war es für Melanie Schapfl klar, dass sie gegen Limmer nichts ausrichten kann. Der fuhr mit 364:354 einen sicheren Sieg ein. Damit stand's 3:2 für Pobenhausen.
Anschließend waren die Rehlinger im Derby gegen Gundelsdorf mit 1:4 chancenlos. Die Tagbergschützen sind in der Liga das Maß aller Dinge. Der Sportliche Leiter Gottfried Schmid hatte im Vorfeld gemeint, alles andere als klare Siege wären eine Überraschung. Schmid behielt recht. Aber für Jessica Preckel gab es an eins gegen Rehling unterirdische 380 Ringe, nachdem sie mit einer 100er-Serie begonnen hatte. Am Ende musste sich Preckel mit 380:382 Pia Schapfl beugen und kassierte damit ihre erste Saisonniederlage.
In ihrem ersten Wettkampf mussten die Gundelsdorfer kurz vor Mittag gegen Prem aus dem Pfaffenwinkel antreten. Hier gab es mehr oder weniger klare Siege für Tagberg. Lediglich an Position vier musste Marina Schmid gegen Regina Sladek ins Stechen. Beim ersten Wettkampf gegen die Premerin Kerstin Fahl präsentierte sie Jessica Preckel noch in meisterlicher Form. Sie schoss 395 Ringe, in der letzten Serie sogar eine 100. Mehr oder weniger klare Siege gab es auch von Viktoria Ammler (famose 393), Michaela Meier und dem Schützenmeister Alex Kröpfl. Die Gundelsdorfer hatten das famose Ringergebnis von 1919 erzielt, Prem traf nur 1893.
Zum Landkreisderby nach der Mittagspause hatten sich besonders viele Rehlinger Zuschauer eingefunden. Von der Papierform her eine klare Sache. Außer Jessica Preckel gegen Pia Schapfl gewannen die Gundelsdorfer ihre Wettkämpfe zum Teil recht eng. Lediglich an Position zwei schoss Viktoria Ammler gegen Carolin Limmer exzellente 395 Ringe, die Rehlingerin traf nur 383. Sehr eng wurde es an Position drei, wo Michaela Meier gegen den Rehlinger Johannes Schapfl zum Ende einen Ring mehr hatte (386:385). Knapp war es auch an Position vier zwischen Angela Schlögl und der Gundelsdorferin Marina Schmid. Schlögl erzielte 378 Ringe, Schmid zwei mehr. An fünf war es wieder eine klare Angelegenheit für den Gundelsdorfer Andreas Sauer, der neu in die Mannschaft gekommen war. Gegen Martin Schapfl erzielte er sehr gute 377 Ringe, Schapfl schaffte nur 368.
Zum letzten Wettkampf müssen die Gundelsdorfer nach Pentenried reisen, wo sie es mit Peiting und dem Gastgeber zu tun bekommen. Wenn sie diese beiden Kämpfe gewinnen, dann haben sie etwas geschaffen, was vor ihnen noch keinem gelungen ist: ohne Verlustpunkt die Runde zu beenden.

Von Josef Abt und Josef Mörtl
AngelaSchlögl


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Veröffentlicht am 05.02.2018 17:38 Uhr




 

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