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Paukenschlag zum Saisonauftakt: Jessica Preckel schießt 398 Ringe

Gundelsdorf - Am Sonntag in aller Früh wurde der Bus eingeladen mit den sieben jungen Schützinnen und Schützen von Tagberg Gundelsdorf. Samt ihren Gewehren und Utensilien lenkte Sportlicher Leiter Gottfried Schmid das Gefährt nach Peiting, wo die Gundelsdorfer in ihre fünfte Oberbayernliga-Saison starteten. Mittlerweile sind die Tagbergschützen alte Hasen in dieser Liga. Sie hatten den ganzen Sommer durch trainiert und in Peiting konnte sie zum Saisonauftakt die Früchte ernten. Sie haben da angefangen, wo sie in der vergangenen Saison aufgehört haben. Mit zwei grandiosen Siegen gegen Peiting (1915:1884) und Pobenhausen (1919:1885) starteten die Gundelsdorfer. Und sie haben eine Schützin von allerhöchstem Spitzenniveau in ihren Reihen. Im Kampf gegen Pobenhausen erzielte die zierliche und sympathische Jessica Preckel 398 Ringe, besser geht es nicht mehr.


Doch nicht nur die oben erwähnte Jessica Preckel, sondern auch die übrigen sechs Gundelsdorfer Schützinnen und Schützen zeigten eine außergewöhnliche Leistung. Schmid hatte seinen Kader mit einem goldenen Händchen zusammengestellt. Gegen Pobenhausen setzten die Tagbergschützen gleich ein Ausrufezeichen. Als nach zehn Schuss die zehn Zehner von Preckel durchgegeben wurden, bekamen die Pobenhausener zum ersten Mal kalte Füße. 100, 99, 99 und 100 Ringe waren die Ausbeute von Preckel bei diesem Schießen - eine Weltklasseleistung.
Wie eine Bank schoss auf zwei wieder Viktoria Ammler. Die 15-Jährige erzielte 389 Ringe, ihre Gegnerin Leah Rebecca Grimm nur 384. Den einzigen Gundelsdorfer Kampf verlor an drei Marina Schmid gegen Marius Klöckers mit 372:381. Doch Andreas Sauer an vier sowie Lea Schmid an fünf machten den Sack zu. Mit einem 380:375 gegen Rainer Limmer machte sich der an diesem Tag sehr starke Andreas Sauer das schönste Geschenk zu seinem 30. Geburtstag. Und an Nummer fünf schoss Lea Schmid, die Tochter des Sportlichen Leiters, ebenso ganz starke 380 Ringe, ihre Gegnerin Hannah Kreil nur 361 Ringe.
Nach einer Mittagspause machte Gundelsdorf gegen Peiting dort weiter, wo es gegen Pobenhausen aufgehört hat. An eins ließ Jessica Preckel mit ihren 393 Ringen Sabine Demmel (380) nicht den Hauch einer Chance. Auch die junge Viktoria Ammler an zwei macht mit ihren hervorragenden 387 Ringen gegen Barbara Wagner (383) den zweiten Gundelsdorfer Punkt.
Unglücklich mit 383:384 verlor Andreas Sauer an drei gegen Elisabeth Kleber. Den vierten und entscheidenden Punkt für die Tagbergschützen machte an vier Alexander Kröpfl, der seinen Wettkampf gegen Anna Stanka mit einem Punkt Vorsprung (371:370) für sich entscheiden konnte. Stark an diesem Tag auch Michaela Meier, die an fünf mit 381:377 gegen Melanie Zweschke gewann. 4:1 nach gewonnenen Einzelkämpfen und hervorragenden 1915:1894 Ringe hieß es für die Gundelsdorfer. Mit 4:0 Punkten und den überragenden Ringen von 1917 im Durchschnitt stehen die Gundelsdorfer hinter Pentenried an zweiter Stelle, die einen Einzelpunkt mehr verzeichnen konnten.
Zur Mittagspause kam Stimmung auf. Kein Geringerer als Peitings Pfarrer und der gebürtige Gundelsdorfer Robert Kröpfl tauchte auf, um sich nach dem Stand zu erkundigen. Seine fünf Schäfchen aus Peiting machten da große Augen, denn zur Verbindung nach Gundelsdorf wussten sie nichts. Er ist der Nachbar von Gottfried Schmid und der Cousin von Alex Kröpfl Gundelsdorfer Schützen mit geistlichem Beistand

Von Josef Mörtl


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Veröffentlicht am 09.10.2017 18:08 Uhr




 

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