Leichtathletik    

Dreikönigslauf: Straßmeirs Start-Ziel-Sieg

Aichach – Er verließ als erster das Landkreisstadion und kehrte auch als erster wieder in die Arena zurück. Wirklich überraschend war’s nicht, dass Thomas Straßmeir seinen siebten Sieg beim Aichacher Dreikönigslauf feierte. „Es war mein zweiter Hattrick”, meinte das Lauf-Ass des gastgebenden LC Aichach. Von 2002 bis 2004 sowie nun von 2008 bis 2010 gelang dem bald 33-Jährigen dieses Kunststück. Und auch heuer lief Straßmeir einen Großteil der 8,2 Kilometer nahezu konkurrenzlos. Das Ziel erreichte er nach 28:02 Minuten, 58 Sekunden später überquerten Harald Seidl und Christopher Greiner im Gleichschritt die Ziellinie.

<p>Straßmeirs Start-Ziel-Sieg </p>

„Wir hatten keine Chance, der Thomas war einfach zu stark“, meinte der für die LG Stadtwerke München laufende Greiner. Nach gut eineinhalb Kilometer hatte sich Straßmeir vom Feld abgesetzt. „Der Abstand war nicht mehr aufzuholen“, so Greiner weiter. Dabei steckte Straßmeir noch der Gersthofener Silvesterlauf, bei dem er voll gefordert wurde, in den Knochen, einen erschöpften Eindruck machte er im Ziel keineswegs. Nach dem vierten Platz in Gersthofen wollte er diesmal bei seinem Heimrennen keine Zweifel am Sieg aufkommen lassen. „Es war super zu laufen, die Strecke war gestreut“, lobte Straßmeir die Organisatoren. Einen Sturz gab’s dennoch. Ausgerechnet der Zweitplatzierte Seidl, ein gebürtiger Affinger und früheres LCA-Mitglied, rutschte gut zwei Kilometer vor dem Ziel aus, „Bremsspuren“ an seinem linken Knie waren deutlich sichtbar. Sein Team- und Trainingskollege Greiner lief zu ihm auf, so dass sie die restlichen Meter bis zum Ziel gemeinsam und „nicht mehr ganz so scharf“ (Greiner) liefen.

Für Straßmeir waren die beiden Straßenläufe ein guter Formtest für die kommenden Aufgaben. Anfang März startet er bei der deutschen Crosslaufmeisterschaft über die Langstrecke (10 Kilometer) in Friedrichshafen, bei der er sich eine Platzierung unter den Top 20 ausrechnet. Mitte April steht in seinem Terminkalender die Teilnahme an der bayerischen Halbmarathonmeisterschaft in Bad Staffelstein. „Dort ist das Ziel eine Medaille“, so Straßmeir. Den Saisonabschluss Ende April bildet für ihn der Ingolstädter Halbmarathon, den er bereits drei Mal gewinnen konnte. Bei den Bahnwettbewerben – im Juni findet in Aichach die bayerische Meisterschaft über 10 000 Meter statt –wird man Straßmeir auch im Sommer 2010 nicht zu Gesicht bekommen.

Nach exakt 33 Minuten erreichte Sabrina Riedl von Viktoria Augsburg als schnellste Dame das Ziel. Diesmal reichte es für die 27-Jährige zum Sieg, nachdem sie 2009 noch Zweite geworden war. Eine große Resonanz fand der nach dem Hauptlauf gestartete Schülerlauf über drei Stadionrunden. 36 junge Läufer, eine Anzahl, die LCA-Chef Josef Lechner sichtlich überraschte, bewältigten die 1200 Meter. Anders als noch vor einem Jahr war Lechner heuer mit der Beteiligung sehr zufrieden. „Mit einer Zahl von über 200 Teilnehmern kann ich gut leben“, meinte Lechner. Exakt waren’s 221 Läufer, die bei frostigen Minus fünf Grad die Strecken in Angriff nahmen. Nur bei der Premiere des Dreikönigslaufs 1984 (232) sowie 2005 (228) beteiligten sich mehr Läufer.

Gut an kommt seit einigen Jahren die Mannschaftswertung. Lechner zeigt sich angetan vom Engagement der Altomünsterin Irmi Achter, deren Team „Achterbahn“ mit 37 Läufern wieder das größte Kontingent stellte. „Es wäre schön, wenn dies auch in anderen Regionen des Landkreises, in Aindling und Rehling, Nachahmer findet“, so Lechner. Zum Hattrick hat’s im Gegensatz zu Straßmeir für die „Achterbahn“ diesmal nicht gereicht. Die „Widmayr-Elektroblitze“ hatten zwar nicht ganz so viele Läufer (33) wie die „Achterbahn“, aber bei der Teamwertung kommt es nicht allein auf Quantität, sondern, wie Lechner im Vorfeld der 27. Auflage dieser Traditionsveranstaltung anmerkte, auch auf Qualität an.

Von Herbert Walther

<p>Straßmeirs Start-Ziel-Sieg </p>
<p>Straßmeirs Start-Ziel-Sieg </p>

Veröffentlicht am 07.01.2010 14:43 Uhr


 

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