Handball    

Aichacher Handballerinnen gehen selbstbewusst ins Schlagerspiel

Aichach – Mit 18:14 Punkten sind die Aichacher Handballer in der Bezirksoberliga mittlerweile auf Platz vier vorgerückt. Dennoch wähnt sich Trainer Udo Mesch noch nicht auf der sicheren Seite. Dort sehe er sich erst mit 20 Punkten, sagt der Stettenhofener. Die Marke wollen die Rot-Weißen am Samstag (Anwurf 18 Uhr) im Heimspiel gegen Niederraunau 2 erreichen. Bereits um 16 Uhr (wegen des Balls des Sports am Abend beginnen die Spiele heute früher als üblich) empfängt das erste Frauenteam im Schlagerspiel der Landesliga Süd Tabellenführer TSV Ottobeuren.

<p>Selbstbewusst ins Schlagerspiel </p>

Die Ottobeurer Frauen (30:4) sind in der Liga das Maß aller Dinge. Sie haben erst zwei Mal verloren (jeweils gegen den Vierten Taufkirchen) und sind mit sechs Punkten Vorsprung kaum noch einzuholen. Vier Spiele haben die Unterallgäuer mit einem Tor Vorsprung gewonnen, unter anderem zu Hause gegen den Aufsteiger Aichach (19:18). „Da waren wir dran, ein Unentschieden war möglich“, blickt Aichachs Trainer Martin Fischer zurück auf den fünften Durchgang.

„Ottobeuren ist zwar Favorit, aber wir sind so selbstbewusst, dass wir uns etwas ausrechnen“, sagt Fischer vor der Auseinandersetzung mit dem designierten Meister. Fischer hat allen Grund zur Zuversicht. Mit 15:5 Punkten aus den letzten zehn Spielen ist seine Mannschaft als Fünfter zum Anführer des Mittelfelds geworden und schreibt mit 18:16 erstmals in dieser Saison schwarze Zahlen. Wer hätte das nach der verkorksten Startphase (3:11) für möglich gehalten?

Für Fischer freilich ist Rang fünf nicht mehr als eine „schöne Momentaufnahme“. Das Mittelfeld sei breit, reiche bis in die Abstiegszone, stellt er klar. Tatsächlich haben die Paarstädter nur fünf Punkte mehr als der ASV Dachau auf dem potentiellen Abstiegsplatz elf. Da kann von einer Entledigung der Sorgen bei 18 noch zu vergebenden Punkten wirklich nicht die Rede sein.

Die Ottobeurer stünden zu Recht mit großem Vorsprung vorne, weil sie sich über die Saison hinweg als sehr konstante Einheit entpuppt hätten, betont Fischer. Allerdings haben die Aichacherinnen, was Beständigkeit angeht, beträchtlich aufgeholt. „Die ganze Mannschaft arbeitet hervorragend“, lobt der Coach. Dazu präsentiert sich Tini Wonnenberg seit Wochen in bestechender Front, erzielte in den letzten vier Spielen 39 Tore.

Gegenüber der bei Schlusslicht Günzburg 31:18 erfolgreichen Mannschaft werden gegen den Spitzenreiter Kerstin Braun und Sabrina Stenzel fehlen. Dafür kehren Amrei Starmühler und Tina Grünwald zurück.

Die Aichacher Männer haben zuletzt vier Mal in Reihe reüssiert, ohne zu glänzen. Mit seinem Team sei es halt so wie mit einem guten Pferd, das so nur hoch springt, wie es muss, scherzt Trainer Mesch. Gegen die Niederraunauer „Zweite“ wird sich das Ensemble um Kapitän Gregor Triltsch jedenfalls mehr anstrengen müssen, um auf Erfolgskurs zu bleiben. Die Raunauer hätten eine schnell spielende junge Mannschaft, die immer auf Tempogegenstöße lauere, weiß Mesch. Dafür habe die Truppe seines Kollegen Bernd Maisch mit Linksaußen David Thalhofer einen ausgewiesenen Spezialisten in ihren Reihen. Folglich müsse seine Auswahl auf der Hut sein, dürfe nur ja nicht zu früh abschließen.

Für manchen überraschend ist die Niederraunauer „Zweite“ (wie auch die „Erste“ in der Landesliga) mit 15:17 Punkten auf Platz acht nicht aus dem Schneider. Abstiegskampf war bei den Handballern aus dem Krumbacher Ortsteil eigentlich immer ein Fremdwort. Aber in dieser Saison ist der Generationswechsel nicht so reibungslos über die Bühne gegangen wie erhofft. Den Verzicht auf die drei Routiniers Maisch, Rupert Sadlo und Hans Huber (alle verletzt) konnte die Reserve (noch) nicht kompensieren. Vor Wochenfrist immerhin gab’s leichte Entwarnung durch das 34:29 über 1871 Augsburg.

Für den TSV Aichach scheint heuer Platz vier das höchste der Gefühle zu sein angesichts des beschwerlichen Restprogramms, der Dritte Ichenhausen ist vier Punkte weg. Damit wäre er auch „mehr als zufrieden“, sagt Mesch und denkt an die fortwährenden personellen Probleme, die eine Stabilisierung der Leistung ungemein erschwert hätten.

Gegen Niederraunau 2 kehrt Torhüter Markus Megele zurück. Dafür fehlt weiter Max Harner (Achillessehne). Ungewiss ist das Mitwirken von Armin Maus, der die Woche über krank war.

Nachwuchs: Am Sonntag eröffnet die weibliche B-Jugend um 10 Uhr gegen den SV Mering den Heimspieltag. Um 11:30 Uhr kämpft die männliche C-Jugend in der BOL gegen den TSV Königsbrunn um Punkte, um 13 Uhr spielt dann die weibliche C-Jugend in der Bayernliga gegen Donauwörth.

Von Heribert Oberhauser

Veröffentlicht am 10.02.2012 19:37 Uhr


 

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