Handball    

Heimspiel ist gleich Sieg

Aichach – Ein positives Punkteverhältnis hatten die Aichacher Handballer in der Bezirksoberliga schon lange nicht mehr. Heute Abend kurz vor sieben sollten sie nach der Auseinandersetzung rmit der DJK Hochzoll (Anwurf 17.30 Uhr) aber wieder schwarze Zahlen schreiben mit dann 16:14. Alles andere als einen klaren Erfolg gegen den Drittletzten ((7:21) könne er nicht akzeptieren, meint Trainer Udo Mesch. „Unser Selbstverständnis muss sein: Heimspiel ist gleich Sieg.“

<p>Heimspiel ist gleich Sieg </p>

Seit Mesch mit Beginn des Jahres die Arbeit bei den Rot-Weißen wieder aufgenommen hat anstelle des entlassenen René Schnitzlein, haben die drei Mal gewonnen. Aber selbst wenn diese Serie weitergeht, mehr als Platz vier wird für den TSV nicht mehr herausspringen, da macht sich Mesch nichts vor. Zu weit ist das Spitzentrio Niederraunau II (25:5), Günzburg (23:7) und Ichenhausen (22:9) enteilt. Bestenfalls Rückrundenmeister können die Aichacher noch werden.

Aber auf diesen Titel legt Mesch keinen Wert. Seine Ziele sind vielmehr, dass sich seine Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt, dass sie seine Vorstellungen auf dem Spielfeld umsetzt und dass die Zuschauer wieder gerne in die Halle kommen. In der letzten Heimpartie gegen allerdings schwache Lauinger wurde das Publikum beim 38:19 jedenfalls schon mal prima unterhalten. Fünf Tage später warfen die Aichacher sogar noch zwei Tore mehr beim 40:21 in Neusäß.

Wenn Mesch seine beiden Laufbahnabschnitte in der Paarstadt vergleicht (weg war er nicht einmal ein Dreivierteljahr), dann, stellt er fest, sei der wesentliche Unterschied, dass in dieser Saison „viel mehr Leute im Training“ seien. „Da kannst du ganz anders arbeiten, vor allem im taktischen Bereich.“ Zuletzt mussten Verletzung oder Krankheit wegen aber einige passen, wie Thomas Bauer (Sprunggelenk), Thomas Wonnenberg (der Keeper brach den Comebackversuch nach einem Bänderanriss am Dienstag ab) oder Max Harner (Grippe). Timo Ruhnke wird heute mit getaptem linken Ringfinger (Kaspelriss) aber ebenso zur Verfügung stehen wie Alex Schatzlmayr nach auskuriertem Bänderriss am Knöchel.

Es gilt etwas wettzumachen gegen Hochzoll. In der Zwölf-Apostel-Halle haben die Aichacher mit dem 22:26 eines der unglaublichen Resultate der Herbstrunde abgeliefert zusammen mit Pleiten in Lauingen und Donauwörth sowie dem Unentschieden bei 1871 Augsburg. In einem „Anflug von Masochismus“ habe er sich das Spiel in Hochzoll auf Video angeschaut, sagt Mesch. Wie viele frei Torwürfe die Aichacher damals vergeben hätten, das sei unbegreiflich.

Außer gegen Aichach haben die Hochzoller nur gegen Donauwörth/Rain und, siehe da, gegen Niederraunau II reüssiert. Deshalb sehen sie nach knapp drei Vierteln der Meisterschaftsdistanz auch dem Abstieg ins Auge. Gibt’s die maximale Anzahl von vier Absteigern (neben Dasing), ist die DJK ohnehin schon nicht mehr zu retten. Für Trainer Herbert Zwirlein, dem über die Saison hinweg vor allem der ausgedünnte Kader zu schaffen gemacht hat, wäre die prompte Rückstufung in die Bezirksliga aber kein Weltuntergang. „Dann hätten wir wenigstens wieder Zeit, die Jungen aus der Reserve zu integrieren“, ?sagt der 56-Jährige. Fürs Gastspiel in Aichach rechnet sich Zwirlein nicht viel aus. „Um dort etwas zu erreichen, müssten wir an die Leistungsgrenze gehen.“

Die Aichacher Frauen haben es vor Wochenfrist verpasst, im Kampf um den Landesligaverbleib aufzuholen. Gegen Freising unterlag der Vorletzte 17:22. Anders der heutige Gastgeber der Aichacher, der TSV Weilach. Der Viertletzte (11:19) siegte in Taufkirchen (24:19), was Aichachs Trainer Martin Fischer überraschte. Für seine Mannschaft steht demnach heute (16.30 Uhr) wieder einmal ein Vier-Punkte-Spiel an. Den Abstiegskampf müssen die Aichacher ohne Tina Grünwald bestreiten. Beim Trainingsunfall vor neun Tagen riss das vordere Kreuzband, außerdem hat der Meniskus Schaden genommen. Daneben fehlen in Weilheim Tini Wonnenberg, Ines Farle (beide Rekonvaleszenten nach schweren Verletzungen) und Maria Eberle (beruflich eingespannt). Fischer hat deshalb aus der „Zweiten“ Sabrina Stenzel und Henriette Lauenstein ins Aufgebot der „Ersten“ berufen.

Ein Erfolgserlebnis im Pfaffenwinkel käme Fischer und seiner Mannschaft sehr zupass. Denn anschließend kommt’s knüppeldick für den TSV; es geht gegen die ersten fünf des Klassements.

<p>Heimspiel ist gleich Sieg </p>

Veröffentlicht am 09.02.2010 14:59 Uhr


 

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