Handball    

14 Schön-Tore beim Sieg der TSV-Handballer gegen Donauwörth

Aichach - Konstantin Schön gab am Samstagabend seinen Ausstand für diese Saison - und das in beeindruckender Manier. 14 Tore erzielte der 23-Jährige beim 41:25 (19:12)-Heimsieg der Aichacher Handballer gegen den VSC Donauwörth. Schön, der als Student jetzt Semesterferien hat, verbringt die nächsten Wochen mit Freunden in Costa Rica.

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Schön habe ihn schon bei seinem Amtsantritt im Sommer 2017 darüber informiert, dass er die letzten drei Spiele nicht dabei sein werde, sagte Trainer Manfred Szierbeck. Unter den gegebenen Umständen ist das Fehlen des aktuell besten Torschützen der Bezirksoberliga (125 Treffer, Schnitt 6,58) nicht weiter tragisch. Die Meisterschaft, die seit dem 24:23-Erfolg von Haunstetten 2 am Samstag gegen Schwabmünchen so gut wie entschieden ist, war für die Aichacher schon seit vergangenem Sonntag (27:28 bei Niederraunau 2) gelaufen. Wäre der TSV allerdings noch ein Titelaspirant, wäre der Ausfall von Schön, dessen Ausbeute am Samstag eine persönliche Saisonbestmarke bedeutet, bitter, denn der ist nicht zu kompensieren.
Die finalen drei Begegnungen (in Gersthofen, gegen Kissing, in Göggingen), in denen Szierbeck Platz drei gegen den TSV Göggingen verteidigen will, hätten es schließlich in sich, betont der Trainer. Dem liegt vor allem das Gastspiel am kommenden Samstag in Gersthofen schwer im Magen. Beim Tabellenachten muss er nicht nur auf Schön verzichten, sondern auch auf Philipp Dachser und Sebastian Leopold. Mit Schön und Dachser fehlen den Rot-Weißen die Schützen von 24 Toren aus dem Donauwörth-Spiel. "Da sind wir im Angriff erheblich geschwächt", macht sich Szierbeck nichts vor.
Die Vorgabe, die Niederlage von Krumbach vergessen zu machen, sei erfüllt worden, fand Szierbeck, "es war ein schönes Spiel, auch wenn der Gegner kein Maßstab war". Der von Szierbecks Freund Jürgen Giel gecoachte VSC vermochte nur in der Anfangsphase (5:5 nach zehn Minuten) mitzuhalten. Danach hatten die akut abstiegsbedrohten Donaustädter der Aichacher Offensivkraft nicht mehr viel entgegenzusetzen. "Unsere erste und zweite Welle waren super", schwärmte Szierbeck. Explizit nannte er Schön und Dachser. Die beiden hätten diesmal, wie angeordnet, aus dem Rückraum "dynamisch" abgezogen und sich nicht, wie in den Spielen bei Friedberg 3 und Niederraunau 2, in Einzelaktionen verzettelt. Tatsächlich waren allein die insgesamt 20 Feldtore des Duos das Zuschauen wert.
Außerdem hob Szierbeck Yannick Braun und Thomas Bauer hervor. Braun habe in der Abwehr "hervorragend" agiert, der achtfache Torschütze Bauer sowohl hinten als auch vorne überzeugt. Letzterer hatte auf Linksaußen eine formidable Quote.
Über 10:6 nach einer Viertelstunde zogen die Aichacher bis zur Pause auf 19:12 davon. Bei den Gästen hielt nur der lang aufgeschossene Rückraumspieler Sebastian Triebel halbwegs dagegen, der es immerhin auf zehn Tore brachte.
Nach dem Seitenwechsel baute der TSV den Vorsprung kontinuierlich über 22:12 (34.), 31:19 (44.) und 36:22 (51.) bis zum Endstand von 41:25 aus.
Die gefälligen Vorstellungen der Aichacher zu Hause (in dieser Saison nur eine Niederlage gegen Schwabmünchen) dürfen nicht über dürftige Darbietungen unterwegs hinwegtäuschen. Vor allem die Pleiten gegen die zweiten Mannschaften Günzburgs und Niederraunaus sind Szierbeck immer noch ein Dorn im Auge. Er werde in der Vorbereitung auf die kommende Saison alles tun, um die Auswärtsschwäche auszumerzen, kündigt der 53-Jährige an. Zum Beispiel erwägt er, sämtliche Testspiele in fremden Hallen auszutragen.
TSV Aichach: Walther, Benedikt Szierbeck; Leopold (2/1 Siebenmeter), Kügle, Dachser (10), Braun (1), Bauer (8/1), Oliver Huber (3), Schön (14/4), Schilberth (1), Christoph Huber (2).
VSC Donauwörth: Fischer, Häselhoff; Reissner (5/3), Nägler, Hornung (1), Triebel (10/4), Braun, Gerull (1), Marb (2), Fieger (3), Scherer (1), Zgudziak-Kunz (2).
Schiedsrichter: Hahn/Schmidbauer (Königsbrunn). - Zuschauer: 100. - Zeitstrafen: 6:7. - Rote Karte: Scherer (dritte Zeitstrafe/59.). - Siebenmeter: 6/6:7/7. Szierbeck schwärmt von der ersten und zweiten Welle

Von Heribert Oberhauser


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Veröffentlicht am 05.03.2018 16:52 Uhr




 

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