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Futsal-Meisterschaft: Dasing unterliegt Viktoria

Dasing - Zwei kleine Konzentrationsschwächen kosteten dem Kreisklassisten TSV Dasing beim gemeinsamen Futsal-Meisterschaft der Stadt Augsburg und des Landkreises Aichach-Friedberg am Ende den Titel. Der routiniert auftretende Bezirksligist TG Viktoria Augsburg nutzte im Endspiel binnen zwei Minuten die Dasinger Schwächeperiode und holte sich mit einem 2:1-Sieg den Titel. Den Grundstein für den Finalsieg legten Ruben Agut und Matthias Fischer mit zwei Kontertreffern. Dasing verkürzte zwar noch durch Marco Ruppenstein, konnte aber trotz einiger Möglichkeiten nicht mehr ausgleichen.

siegerehrung

Entsprechend jubelnd nahmen Lukas Baur, Christian Jenik, Markus Jenik, Martin Müller, Ruben Agut, Aykut Atay, Roberto Machado, Philipp Weber, Matthias Fischer, Dennis Czifra um Trainer Andreas Jenik den Wanderpokal aus den Händen von Turnierorganisator Günther Behr entgegen, während die Dasinger trotz der starken Vorstellung beim Finale "Dahoam" zunächst mit geknicktem Kopf auf dem Parkett standen. "Klar wollte meine Truppe am Ende mehr, aber wir haben ein ganz tolles Endrundenturnier gespielt und können erneut stolz auf die Leistung der Mannschaft sein. Viktoria hat kein Spiel verloren und sich den Erfolg verdient", so Dasings Trainer Jürgen Schmid. "Es war klar, dass der das Finale gewinnen wird, der den ersten Fehler ausnutzt. Meine Truppe hat dies hervorragend gemeistert und am Ende zurecht den Titel geholt", so Viktoria-Trainer Andreas Jenik. Für den Vizemeister TSV Dasing hatte er tröstende Worte: "Die Dasinger haben in ihrer eigenen Halle eine prima Vorstellung abgeliefert und insgesamt war dies sicher eine Werbung für den Hallenfußball."
Das vorgezogene "Landkreisfinale" fand für den neutralen Betrachter bereits im Halbfinale statt. Da traf Dasing auf den amtierenden schwäbischen Futsalmeister FC Stätzling. Bei der Vorrunde vor einer Woche besiegte der Bezirksligist Dasing noch klar mit 3:0 - diesmal drehte die Schmid-Elf den Spieß um. "Dasing hat uns diesmal nicht den Gefallen getan, sich auskontern zu lassen", sagte Stätzlings Teammanager Manfred Endraß. Auch FCS-Hallencoach Rainer Koch war trotz der Niederlage nicht unzufrieden: "Wir wollten zumindest ins Halbfinale. Dort hat uns Dasing diesmal aber mit einer taktisch starken Leistung den Zahn gezogen." Florian Higl war der gefeierte Torjäger beim Kreisklassisten. Beim Führungstreffer schloss er eine flüssige Kombination erfolgreich ab, und nach einem schnellen Abwurf von Torhüter Benedikt Greppmair tauchte er blitzschnell vor FCS-Schlussmann Moritz Richter auf und traf zum 2:0-Endstand.
Die TG Viktoria hatte im zweiten Halbfinale weitaus weniger Probleme mit dem Kreisliga-Spitzenreiter TSV Haunstetten und schaffte durch die Treffer von Fischer, Müller, Jenik und Atay mit einem mühelosen 4:0-Sieg den Sprung ins Finale.
Bereits die Gruppenspiele zeigten, dass die Akteure gewillt waren, Fußball ohne die robuste Gangart zu spielen. Bei Bezirksligist Kissing stand Spielertrainer David Bulik im Tor. Mehr aus der Not heraus, denn von den etatmäßigen Keepern stand keiner zur Verfügung. "Ich hätte gerne als Feldspieler agiert", so Bulik. Für den KSC kam nach einem 0:1 im letzten Gruppenspiel gegen Haunstetten das Aus kam. Julian Büchler vergab kurz vor der Sirene die Ausgleichschance - er ballerte einen Strafstoß neben das Tor. Ein Remis 1:1 hätte Kissing für die Vorschlussrunde gereicht, somit erreichten Stätzling und Haunstetten das Halbfinale.
In der Gruppe zwei trafen bereits in den Gruppenspielen die beiden späteren Finalisten aufeinander und lieferten sich ein packendes Duell. Dasing führte durch Simon Gilg, leistete sich dann aber zwei Abspielfehler und lag binnen zwei Minuten im Rückstand. Zwei schnelle Antritte von Fabian Schmid und daraus resultierenden Toren durch Marco Ruppenstein und David Schmid sorgten für die erneute Dasinger Führung, ehe der Bezirksligist in der Schlussminute die torreichste Partie mit dem 3:3-Ausgleich beendete. "Das war schon eine hochspannende Partie. Da kamen die Besucher auf ihre Kosten", so Turnierleiter Günther Behr. Und es sollte noch interessanter werden, als sich im Halbfinale Stätzlinger (Moritz Richter, Julian Baumann, Raphael Semke, Felix Danner, Maximilian Heiß, Sebastian Kraus, Noah Baum, Adakan Senel, Mehdi Kocakahya) und Dasinger (Benedikt Greppmair, Martin Janyga, Benedikt Dengler, Stefan Baumüller, Simon Gilg, Fabian Schmd, Marco Ruppenstein, David Schmid, Florian Higl, Tobis Jedlicka und David Schmid) gegenüberstanden, mit dem besseren Ende für die Autobahnanrainer, die dann im Endspiel den Kürzeren gegen Viktoria zogen. TGVA- Coach Andreas Jenik: "Diese Turnierkombination war sehr interessant." Für den Titelträger war der Auftritt im Landkreis Aichach-Friedberg mit mehr Aufwand verbunden. "Das war sportlich eine größere Herausforderung als beim Stadtturnier. In Dasing mussten wir schon alles geben, um uns zu belohnen." Dasing dreht im Halbfinale gegen Stätzling den Spieß um

Von Reini Rummel
jürgen-schmid
bulik


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Veröffentlicht am 30.12.2018 23:00 Uhr




 

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