Fußball    

Matthias Kefer wird Spielertrainer beim SC Griesbeckerzell

Griesbeckerzell - Das Trainerkarussell in der Kreisliga Ost ist in den vergangenen Wochen gehörig in Schwung geraten. Zahlreiche Klubs (BC Aichach, TSV Pöttmes, TSV Rehling und SV Feldheim) suchen für die Spielzeit 2019/20 nach neuen (Spieler-)Trainern. Abgesprungen aus diesem Kreis ist inzwischen der SC Griesbeckerzell. Ein Triumvirat aus Chef-Spielertrainer Matthias Kefer sowie den spielenden Assistenten Simon Landes und Marius Kefer tritt die Nachfolge von Metin Bas an.

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Kefer befand, dass nach viereinhalb Jahren als Spielertrainer beim SV Echsheim-Reicherstein die Zeit für eine Luftveränderung gekommen sei. Im Winter 2014 wechselte der 29-Jährige vom Landesligisten Nördlingen zum SVE, davor spielte der Baarer zwei Jahre beim TSV Rain, für den er auch auf zwei Regionalliga-Einsätze kam. Als sein Abschied zum Sommer aus Echsheim vor gut zwei Wochen publik wurde, hatte Kefer einige Anfragen anderer Klubs, die er aber abgeblockt hat. "Die Griesbeckerzeller waren mein erster Ansprechpartner", sagt der Mittelfeldspieler, "sie haben eine richtig gute Mannschaft."
Der Ex-Affinger
Und die könnte qualitativ noch besser werden. Matthias Kefer bringt nicht nur den 1,96 Meter großen Innenverteidiger Simon Landes (24) aus Echsheim mit, der ein gefährlicher Freistoßschütze ist und es in Rain auf sieben Bayernliga-Einsätze brachte, sondern mit seinem jüngeren Cousin Marius Kefer einen torgefährlichen und spielstarken Mittelfeldspieler. "Wir wollten mal zusammen etwas machen", sagt Matthias Kefer. Marius Kefer ist aus seiner Zeit beim FC Affing in der Region noch bestens bekannt und bringt ebenfalls höherklassige Erfahrung mit. Für Affing, Schwabmünchen und seinen aktuellen Verein Schwaben Augsburg spielte der 26-Jährige insgesamt 86-Mal in der Bayernliga (daneben noch für Affing, Oberweikertshofen und Schwaben 74-Mal in der Landesliga). Seit Oktober hat der angehende Polizist den Fußball wegen Prüfungen hintangestellt.
Die Arbeit mit einer jungen Truppe, wie Matthias Kefer sie beim Sport-Club vorfindet, war für ihn reizvoll und letztendlich auch ausschlaggebend. Ludwig Sturm und Karl Wiesmüller, die die Fußballabteilung bis zu den Neuwahlen Mitte Januar nach dem Abschied von Stefan Kopp vor gut einem Vierteljahr kommissarisch führen, sind überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben. "Matthias Kefer wird unsere jungen Leute weiterentwickeln und frischen Wind reinbringen. Er ist ein erfahrener Fußballer, wie er uns in dieser Saison ein paar Mal gefehlt hat", so Sturm. Er denkt dabei an die zahlreichen Remis gegen Teams aus der hinteren Tabellenregion. Als Tabellendritter bei einem Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten Alsmoos-Petersdorf ist für die Zeller noch alles möglich. "Wir wollen eine saubere Rückrunde spielen", so Sturm.
Im vergangenen Frühjahr schnupperte der SCG schon einmal an der Bezirksliga, verpasste in den Entscheidungsspielen aber den Aufstieg. Planen die Zeller mit den Verpflichtungen von Matthias und Marius Kefer und Landes nun den Angriff auf die Bezirksliga? Sturm verneint: "Uns reicht es, wenn wir in der Kreisliga gut mitspielen." Doch wer weiß, ob Matthias Kefer im Sommer nicht doch einen Bezirksligisten übernimmt.

Von Herbert Walther


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Veröffentlicht am 29.11.2018 23:00 Uhr




 

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