Fußball    

Gegen die Vergangenheit

Affing - Das Spiel Affing gegen Adelzhausen schrieb seine 35. Minute, da ging Marc-Abdu Al-Jajeh im Strafraum auf die Knie, legte die Hände auf dem Rasen ab und schob seinen Kopf zwischen die Arme. Dieser Michael Fottner im BCA-Tor hatte auch den Schuss des Spielertrainers abgewehrt, wie schon so viele Affinger Versuche zuvor. Immerhin zwei Tore sollte die Elf um Al-Jajeh noch zustande bringen. Die Ausbeute sollte schleunigst besser werden: Denn heute Abend steht für Affing ein spezielles Spiel an.

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"Etwas ganz Besonderes", nennt Al-Jajeh die Begegnung mit dem TSV Gersthofen (heute, 19.30 Uhr). Es ist nicht nur für Al-Jajeh, der in Gersthofen aufwuchs und seine gesamte fußballerische Jugend wie auch die ersten beiden Herrenjahre für den TSV kickte, ein Alte-Heimat-Spiel. Der derzeit verletzte Torhüter Roman Ates war Co-Trainer beim TSV, Ronny Roth lernte dort das Fußballspielen, ebenso Danny Dörr und Maximilian Lipp, einige andere Affinger können ebenfalls auf Episoden in Gersthofen zurückblicken. "Wer da nicht motiviert ist, der ist bei uns falsch", sagt Al-Jajeh deshalb.
Ein anderes Gefühl musste da schon eher geweckt werden. Eines, das Al-Jajeh "die Geilheit auf Tore" nennt. Nachdem er und seine Elf beim 2:2 gegen Adelzhausen zahlreiche Chancen ausgelassen hatten, lag der Trainingsschwerpunkt auf Abschlüssen. Das Derby sei jedenfalls abgehakt, verspricht Al-Jajeh. Jetzt zählt Gersthofen, wo der 28-Jährige Affing als Außenseiter sieht. Aber als einen, der "genau weiß, worauf es gegen Gersthofen ankommt".
Ob heute Abend wieder Noah Scherer im Tor steht, will Al-Jajeh nicht verraten, ebenso wie andere Details zur Aufstellung. Dass der 19-Jährige am Sonntag den Vorzug vor dem zuvor starken Benjamin Seidel erhielt, sei "eine Entscheidung für Scherer, nicht gegen Seidel gewesen", betont der Trainer. Scherer habe sich empfohlen und er brauche nun einmal Spielzeit, um sein Potenzial auszuschöpfen, begründet Al-Jajeh. Fehlen werden wie schon gegen den BCA Marco Wanner und Patric Palatin. Hinzu kommt Florian Tremmel, den Oberschenkelprobleme plagen.
Auch deshalb freuen sie sich in Affing, dass Nino Kindermann zurück ist, der gegen Adelzhausen das 2:2 köpfte. "Er geht voran", lobt Al-Jajeh, "auf und neben dem Platz."

Von David Libossek


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Veröffentlicht am 28.09.2018 12:00 Uhr




 

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